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Nach Loveparade-Katastrophe: Sicherheit steht bei Highfield-Festival und Ferropolis im Fokus

Nach Loveparade-Katastrophe: Sicherheit steht bei Highfield-Festival und Ferropolis im Fokus

Nach der Katastrophe bei der Loveparade in Duisburg rückt die Sicherheit für das Highfield-Festival am Störmthaler See bei Großpösna stärker ins Blickfeld.

Leipzig. Auch die Organisatoren von Ferropolis wollen ihr Sicherheitskonzept überprüfen, um eine ähnliche Tragödie zu verhindern.

Beim Veranstalter des Highfield-Festivals, FKP Scorpio Konzertproduktionen, plant man für die Besucher genug Raum ein: Am Störmthaler See rechne man mit einem Quadratmeter pro Gast. In Duisburg seien es viel weniger gewesen. Dort hätten sich 1,5 Millionen Feiernde auf 230.000 Quadratmetern gedrängt. Am Eingang des Highfield-Festivals seien zudem 20 bis 25 Besucherschleusen geplant, so dass innerhalb einer Stunde alle Feiernde auf das Gelände kämen und es genauso schnell wieder verlassen könnten.

Der zweite Veranstalter Semmel Concerts teilte nur mit, man sei momentan „noch in der Phase der Endaufplanung für die Veranstaltung und arbeite dabei sehr eng mit den Behörden und der Gemeinde vor Ort zusammen". Man wolle aber keine Details nennen. Nur soviel: Die Vorbereitungen richteten sich nach der maximalen Besucherzahl von 25.000, die über die im Vorfeld verkauften Karten recht genau zu prognostizieren sei.

Auch die Polizeidirektion Westsachsen kann noch keine Details nennen. Es habe zwischen Polizei, Veranstalter und Kommune schon vor den tragischen Ereignissen, bei denen am Samstag 19 Menschen gestorben waren, mehrere Gespräche zur Sicherheitsproblematik gegeben. Diese Gespräche würden auch bis zum Festivalbeginn fortgeführt.

Bei der Gemeinde Großpösna heißt es lediglich, trotz der Ereignisse vom Wochenende sei eine grundlegende Überarbeitung des Sicherheitskonzeptes nicht notwendig. Es werde aber in diesem Zusammenhang überprüft.

"Stadt aus Eisen" wird überprüft

Auch in der Veranstaltungsarena Ferropolis bei Gräfenhainichen werden Sicherheitsaspekte nochmals unter die Lupe genommen. „Unser Sicherheitskonzept wird ständig angepasst und überprüft. Aber auch wir werden noch einmal genauer hinsehen, wo die Knackpunkte sind", sagte Thies Schröder, Geschäftsführer der Ferropolis GmbH, am Montag. So werden die Zugänge zu den Veranstaltungen und die Ausweichflächen nochmals analysiert.

Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Hövelmann (SPD) sagte am Montag, die Ergebnisse der Ursachenforschung in Duisburg sollten im Land berücksichtigt werden. Zunächst müsse aber abgewartet werden, ob aus dem Fall in Duisburg Konsequenzen für Veranstaltungen in Sachsen-Anhalt abgeleitet werden können.

Nach Angaben von Schröder sind die Veranstaltungsorte Duisburg und Ferropolis („Die Stadt aus Eisen") nicht vergleichbar. Für die Arena in Sachsen-Anhalt seien maximal 25.000 Besucher zugelassen. Das Gelände sei weitläufig und habe keinen Tunnel. Die Kulisse der Arena bilden riesige Braunkohlebagger, die nicht mehr genutzt werden. „Vor der Veranstaltungssaison gibt es bei uns eine große Katastrophenübung, in der Szenarien durchgespielt werden", sagte Schröder. Zudem gebe es bei Veranstaltungen eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei, Feuerwehr und Mitarbeitern von Sicherheitsfirmen.

Michael Dick/maw/dpa

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