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Nach Tornado: Welle der Hilfsbereitschaft in Großenhain

Nach Tornado: Welle der Hilfsbereitschaft in Großenhain

Großenhain. Der Strom ist zurück, Normalität aber noch lange nicht. Zwei Tage nach dem verheerenden Tornado in Großenhain (Landkreis Meißen) und Umgebung rollt nun aber immerhin eine Welle der Hilfsbereitschaft.

Zahlreiche Entsorgungs-, Bau- und Handwerksbetriebe aus dem gesamten Umland haben sich gemeldet und kostenlose Unterstützung beim Wiederaufbau angeboten, sagte Stadtsprecherin Diana Schulze am Mittwoch. Für Geldspenden hat die Kommune ein Konto eingerichtet. „Genau beziffern können wir den Schaden immer noch nicht“, sagte Schulze. Mitarbeiter der Verwaltung seien überall in der Stadt unterwegs, um Schäden aufzunehmen und zu begutachten.

„Wir sind verhalten optimistisch“, sagte Schulze. Man müsse jedoch die kommenden Tage abwarten, bis sich ein vollständiges Bild ergebe. Innerhalb weniger Minuten hatte der Tornado am Pfingstmontag große Teile der Stadt und mehrere umliegende Dörfer verwüstet. Ein kleines Mädchen kam ums Leben, rund 40 Menschen wurden verletzt. In einigen Straßen mussten die Menschen nach Angaben der Stadt noch bis Mittwochmittag, also insgesamt fast zwei volle Tage, ohne Strom auskommen.

Die Polizei suchte am Mittwoch noch nach einem Angler, dessen Ausrüstung - ein Schutzzelt samt Schlafsack - nach dem Sturm in der Nähe eines Flusses entdeckt worden war. Ein Hubschrauber und ein Suchhund fanden keine Spur von dem Unbekannten. Ob er bei dem Tornado zu Schaden kam oder sich möglicherweise einfach ohne sein Zelt in Sicherheit gebracht hat, sei unklar, hieß es.

Die Landestalsperrenverwaltung hat für sich bereits Schäden in Höhe von rund einer halben Million Euro ausgemacht. So viel werde es kosten, die verwüsteten Flussufer in Ordnung zu bringen, teilte das Umweltministerium mit. Rund um Riesa zerstörte das Unwetter zwölf Kilometer Deich, indem es Bäume mitsamt ihrer Wurzeln aus dem Boden riss. In den sächsischen Wäldern gingen rund 50 000 Kubikmeter Holz zu Bruch. Umweltminister Frank Kupfer (CDU), der sich am Mittwoch selbst ein Bild der Lage machte, sagte betroffenen Waldbesitzern Beratung und Unterstützung vom Staatsbetrieb Sachsenforst zu.

dpa

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