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Nach Wolfs-Abschuss: 10.000 Euro Belohnung zur Ergreifung des Täters ausgesetzt

Nach Wolfs-Abschuss: 10.000 Euro Belohnung zur Ergreifung des Täters ausgesetzt

Die Naturschutzorganisation WWF hat nach dem Abschuss eines Wolfswelpen in der Lausitz eine Belohnung von 10.000 Euro zur Ergreifung des Täters ausgesetzt. „Illegale Abschüsse von bedrohten Tierarten sind ein Verbrechen und kein Kavaliersdelikt“, erklärte der WWF-Wildbiologe Janosch Arnold am Dienstag in Berlin.

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Die Naturschutzorganisation WWF hat nach dem Abschuss eines Wolfswelpen in der Lausitz eine Belohnung von 10.000 Euro zur Ergreifung des Täters ausgesetzt.

Quelle: dpa

Berlin/Dresden. Wölfe sind eine in Deutschland streng geschützte Art, ihre unerlaubte Tötung ist eine Straftat. Der Kadaver des jungen Wolfs war am Freitag auf einer Wiese bei Hermsdorf in der Gemeinde Lohsa (Landkreis Bautzen) entdeckt worden.

Bei einer Untersuchung am Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin waren nach Angaben des Kontaktbüros Wolfsregion Lausitz mehr als 30 Schrotkugeln im Körper des toten Tieres entdeckt worden. Der Landkreis stellte Strafanzeige gegen unbekannt. Auch die Umweltorganisation Nabu hatte den Abschuss scharf verurteilt.

Aktuell gibt es laut Kontaktbüro 25 Wolfsrudel oder -paare und vier sesshafte Einzelwölfe in Deutschland. Allein zehn Wolfsterritorien liegen den Angaben zufolge in Sachsen. Seit dem Jahr 2000 wurden nach Angaben der Wolfsschützer inklusive des jüngsten Falls vier Tiere unerlaubt im Freistaat getötet. Bei zwei vorangegangenen illegalen Abschüssen konnten die Täter nach Angaben der Staatsanwaltschaft Görlitz nie ermittelt werden.

Der WWF sieht bei der Verfolgung von Naturschutzkriminalität hierzulande Nachholbedarf. Während in anderen Ländern Wilderei von Sondereinheiten verfolgt werde, sei in Deutschland zumeist die örtliche Polizei zuständig. Ohne spezielle Ausrüstung und Ausbildung sei die Aufklärung solcher Fälle jedoch kaum möglich. Auch das Bundesinnenministerium sei gefragt. „Egal ob es ein Luchs in Bayern oder ein Wolf in Sachsen ist, solche illegalen Abschüsse sind ein gesamtdeutsches Problem“, sagte Arnold.

dpa

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