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Nach tödlichem Unglück: Grube Unterbreizbach liefert wieder Salz

Nach tödlichem Unglück: Grube Unterbreizbach liefert wieder Salz

Knapp sechs Wochen nach dem schweren Grubenunglück mit drei Toten in Unterbreizbach wird in dem Bergwerk nun wieder Salz gefördert. Am Montag sei in der ersten Sohle der Rohsalzabbau aufgenommen worden, teilte der Betreiber K+S mit.

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Der Förderturm der Kali-Grube der K+S Kali GmbH in Unterbreizbach ragt in den Himmel.

Quelle: Daniel Reinhardt

Unterbreizbach. Damit werde eine Leistung von 20 Prozent der Regelbetriebs erreicht, der sonst bei etwa 10 000 Tonnen Rohsalz am Tag liege.

In 900 Metern Tiefe war es in dem Bergwerk Anfang Oktober bei einer Sprengung zu einem gewaltigen Gasausbruch samt Druckwelle gekommen. Dabei wurden drei Bergmänner im Alter von 24, 50 und 56 Jahren in den Tod gerissen. Der Schaden durch das Unglück wird von K+S auf einen einstelligen Millionenbetrag geschätzt.

In der zweiten, tiefer gelegenen Sohle des Bergwerks dauern die Aufräum- und Reparaturarbeiten nach wie vor an. Noch niemand habe bis zur Explosionsstelle vordringen können, sagte Firmensprecher Ulrich Göbel. Nach jetziger Prognose werden die Arbeiten in der zweiten Sohle frühestens Ende November anlaufen; erst dann soll auch in der Unterbreizbacher Fabrik wieder Rohsalz verarbeitet werden. Die seit Montag am Standort geförderten Mengen reichten für einen regulären Betrieb noch nicht aus, erklärte Göbel. Daher werde das geförderte Salz am hessischen Standort Wintershall zu Dünger weiterverarbeitet.

Momentan sind den Angaben zufolge noch 550 der 930 Mitarbeiter am Standort Unterbreizbach (Wartburgkreis) in Kurzarbeit. Einige sind seit dem Unglück auch in anderen Gruben und Fabriken des Unternehmens in der Werra-Region eingesetzt.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Meiningen sind derweil noch nicht abgeschlossen. Fachleute von Staatsanwaltschaft, Bergamt und Kriminalpolizei seien zweimal unter Tage gewesen, hätten aber noch nicht den Explosionsort in Augenschein nehmen können, erklärte Sprecher Jochen Grundler. Bisher gehen die Ermittler von einem Unglück aus. „Es gibt keine Anhaltspunkte für ein Verschulden Dritter.“ Momentan sei damit zu rechnen, dass das Verfahren Ende November oder Anfang Dezember abgeschlossen werden könne.

dpa

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