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Nachfrage nach Ökoenergie in Sachsen ist noch verhalten

Nachfrage nach Ökoenergie in Sachsen ist noch verhalten

Trotz heftiger Debatten um den Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland ist die Nachfrage nach Ökostrom in Sachsen vorerst noch verhalten. „Wir verspüren eine minimale Steigerung der Kundenanrufe, die sich für Stromprodukte aus erneuerbaren Energien interessieren", sagte der Sprecher des Chemnitzer Energieversorgers eins energie, Christian Stelzmann.

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Quelle: Dietrich Flechtner

Chemnitz/Dresden/Leipzig. Bei den Stadtwerken in Leipzig wurden ebenfalls keine vermehrten Nachfragen in Sachen Ökostrom registriert. Bei den Stadtwerken Dresden Drewag dreht sich seit dem Unglück im Kernkraftwerk Fukushima derzeit etwa ein Drittel aller Anfragen um das Thema.

Bei den spezialisierten Ökostrom-Anbietern sieht die Lage derzeit schon anders aus: Beim nach eigenen Angaben größten deutschen Ökostromanbieter, dem unabhängigen Hamburger Unternehmen Lichtblick, wurden in den vergangenen beiden Wochen rund 800 Neuverträge täglich abgeschlossen, etwa dreimal so viele wie vor den Ereignissen in Japan. Ein weiterer reiner Ökostrom-Anbieter, die Genossenschaft Greenpeace Energy, berichtet von einer Verachtfachung der Kundenzahl seit Beginn der Nuklear-Katatrophe.

Von mehr als 170.000 Stromkunden des Chemnitzer Energieversorgers nutzen derzeit weniger als 30.000 Strom aus erneuerbaren Energien. Laut Stelzmann entfallen etwa acht Prozent des Angebots des Unternehmens auf Strom aus Kernkraft, 67 Prozent auf fossile Energieträger wie Kohle oder Erdgas und ein Viertel auf erneuerbare Energie. Die selbst erzeugte Energie sei atomstromfrei und zu etwa zwei Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen. Die Nettostromerzeugung aus eigenen Anlagen decke 60 bis 70 Prozent des Bedarfs der Kunden. Der restliche Anteil werden an Großhandelsmärkten wie der Leipziger Energiebörse beschafft. Dort würden keine atomstromfreien Produkte angeboten. Daher sei Atomstrom nicht zu vermeiden.

Bei den Stadtwerken Leipzig macht nach den Angaben einer Sprecherin der Atomstromanteil 19 Prozent aus, bei der Drewag sind es 10 Prozent. Die selbst erzeugte Energie sei atomstromfrei, sagte die Sprecherin der Stadtwerke Leipzig. Das kommunale Unternehmen selbst biete klimafreundlich erzeugten Strom aus einem 174-Megawatt-Gaskraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung an. Außerdem verarbeiten ein Biomassekraftwerk und ein Biomasseheizkraftwerk aus Restholz Strom. Alle drei Unternehmen sehen es als nicht realistisch an, im Energiemix umgehend aus der Atomenergie auszusteigen. Allerdings will etwa Chemnitz in den kommenden zehn Jahren 200 Millionen Euro in den Ausbau erneuerbarer Energien stecken.

dpa

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