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Napoleon-Inszenierung lockt Tausende auf einstiges Schlachtfeld bei Jena

Napoleon-Inszenierung lockt Tausende auf einstiges Schlachtfeld bei Jena

Mit einer Inszenierung der Schlacht bei Jena von 1806 haben militärgeschichtliche Vereine aus mehreren Ländern am Samstag an Napoleons historischen Sieg über Preußen vor 205 Jahren erinnert.

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Napoleondarsteller Mark Schneider winkt am Samstag (15.10.2011) nahe Jena anderen Schauspielern zu, die die preußisch-französischen Doppelschlacht von Jena und Auerstedt 1806 nachstellen.

Quelle: dpa

Jena. Das etwa eineinhalbstündige Schaugefecht mit rund 1000 Akteuren lockte laut Polizei etwa 3000 Zuschauer auf das einstige Schlachtfeld vor den Toren Jenas. In der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt hatten die Soldaten Napoleons am 14. Oktober 1806 die preußische Armee und die mit ihr verbündeten sächsischen Truppen vernichtend geschlagen. Wenige Tage später marschierten die Franzosen in Berlin ein.

Die Zuschauer erhielten während des inszenierten Kampfgetümmels einen Überblick über die unterschiedliche Taktik, mit der Infanterie, Kavallerie und Artillerie der verfeindeten Mächte Preußen und Frankreich gegeneinander gekämpft hatten. Der Napoleon-Darsteller, der Militärhistoriker Mark Schneider, war aus den USA angereist. In einem Biwak stellten die Akteure außerdem das Leben in einem Soldatenlager während der napoleonischen Kriege dar. Organisiert wurde das Historienspektakel von der Arbeitsgemeinschaft Jena 1806, ein Zusammenschluss Thüringer Hobbyhistoriker.

In der Schlacht bei Jena und dem 25 Kilometer entfernten Auerstedt standen sich am 14. Oktober 1806 insgesamt rund 240.000 Soldaten gegenüber. Nach Schätzungen von Historikern starben mindestens 30.000 bis 35.000 Soldaten oder wurden verwundet. Nach dem Sieg über die preußische Armee zogen die Franzosen am 27. Oktober 1806 in Berlin ein. Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. und seine Frau Luise flohen nach Ostpreußen. Napoleon hingegen stand im Zenit seiner Macht.

dpa

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