Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Neue Kritik an Aufnahme der Wölfe ins Jagdrecht

Neue Kritik an Aufnahme der Wölfe ins Jagdrecht

Gegen eine Aufnahme des Wolfes in Sachsens Jagdrecht regt sich bei Natur- und Umweltschützern weiter Kritik. Dies wäre weder für Jäger noch Wölfe „von irgendeinem Nutzen“, sondern „völlig unsinnig“, erklärte der Chef des NABU-Landesverbandes Sachsen, Bernd Heinitz, am Montag in Leipzig.

Leipzig. Die Wölfe seien ohnehin streng geschützt und dürften nicht geschossen werden. Umweltminister Frank Kupfer (CDU) hatte am Samstag die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht in Aussicht gestellt. Er sieht Jäger allerdings mehr als eine Art „Wolfsmanager“ bei der Hege in der Pflicht. „Der Wolf ist und bleibt eine streng geschützte Tierart, die nicht gejagt werden darf“, betonte Kupfer.

Während der Landesjagdverband den Vorschlag begrüßte, meldeten die Grünen am Wochenende umgehend Protest an. Am Montag reihte sich neben dem NABU auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in die Reihe der Kritiker ein. Kupfers Begründung sei mehr als widersinnig, urteilte BUND-Landesgeschäftsführer Wolfgang Riether. „Der Wolf wird als „jagdbares“ Tier eingestuft, aber soll gleichzeitig auch künftig ganzjährig geschützt sein. Warum soll der Wolf jagdbar sein, wenn er gar nicht gejagt werden soll?“ Riether warf den Verantwortlichen vor, den Wolf zum Abschuss freigeben zu wollen. Die Aufnahme ins Jagdgesetz sei der erste Schritt dazu.

Heinitz ging davon aus, dass die Revierinhaber für die Hege des Wolfes gar nicht qualifiziert sind und die meisten von ihnen gar kein Interesse daran hätten. Beispiele wie der Feldhase oder das Rebhuhn belegten, „dass die Jäger mit dem Artenschutz überfordert sind und das Jagdrecht ihn sogar behindert“.

Derzeit leben rund 110 Wölfe in Sachsen, Brandenburg und Sachsen- Anhalt. Damit sind die Bestände zu klein, um bejagt zu werden. Wächst die Population aber stark an, könnte das Raubtier theoretisch auch gejagt werden. Das ist nach EU-Vorgaben dann der Fall, wenn mehr als 250 erwachsene Tiere in der Region leben würden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr

  • Lachmesse Leipzig 2017

    Vom 15. bis 20. Oktober 2017 werden in Leipzig wieder massiv die Lachmuskeln gereizt. Über 180 Künstler kommen zur Lachmesse. mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr