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Neue MDR-Intendantin Karola Wille möchte Vertrauen zurückgewinnen

Neue MDR-Intendantin Karola Wille möchte Vertrauen zurückgewinnen

Die neue MDR-Intendantin Karola Wille (52) möchte nach den Skandalen im Sender das verloren gegangene Vertrauen zurück gewinnen. Dazu kündigte sie am Mittwoch auf ihrer ersten Pressekonferenz im neuen Amt ein Aktionsprogramm an.

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Die neue MDR-Intendantin Karola Wille (52) auf dem Weg zu ihrem ersten öffentlichen Auftritt am Mittwoch (02.11.2011) im MDR-Funkhaus in Leipzig.

Quelle: dpa

Leipzig. Es gebe drei Herausforderungen für das dritte Jahrzehnt des MDR. So müsse das krisengeschüttelte Haus zur Ruhe kommen. Außerdem würden die Strukturen überprüft, und die junge Generation solle stärker ins Blickfeld gerückt werden. Wille war zuvor Justiziarin des Senders und hat am Dienstag Udo Reiter (67) abgelöst, der mehr als 20 Jahre im Amt war.

Wille kündigte eine neue Führungs- und Verantwortungsstruktur an, um Affären vorzubeugen. Der Sender habe auch in der Vergangenheit Maßnahmen ergriffen und zum Beispiel einen Antikorruptionsbeauftragten eingesetzt. Diese Maßnahmen hätten aber nicht gegriffen. Nun sollte sich die Führungsmannschaft mehr als Team verstehen. Aufklärung und Untersuchung der Affären sollten transparent fortgesetzt werden. Im Fall des entlassenen MDR-Unterhaltungschefs Udo Foht müssten aber erst die strafrechtlichen Ermittlungen abgeschlossen werden.

Wille betonte, sie wolle auch die Qualität des Programms in den Mittelpunkt stellen. Als Leitlinie nannte sie, dass die Programme regional verankert sein müssten. „Der MDR ist nicht nur ein Schunkelhaus.“ In den Zulieferungen für die ARD solle sich die Lebenswirklichkeit der neuen Länder mehr zeigen. Wille betonte, im Internetzeitalter seien die Herausforderungen groß. Der „Kampf um die Wohnzimmer“ habe begonnen. Auch die Idee eines ARD-Jugendkanals müsse neu diskutiert werden.

Nach Angaben der Intendantin wird der MDR bis 2016 seine Gewinnrücklagen aufgebraucht haben. Außerdem müssten bis dahin 48 Millionen Euro eingespart werden. Deshalb müssten inhaltliche Prioritäten gesetzt werden. Am ersten Tag hatte sie sich von Kommunikationschef Dirk Thärichen getrennt. Dazu meinte sie: „Das ist nichts Ungewöhnliches.“

Zu ihrer Rolle bei den Affären sagte Wille: „Wenn die juristische Direktion die Dinge auf den Tisch bekommen hat, dann haben wir gehandelt.“ Zu ihrer juristischen Karriere in der DDR meinte sie:

„Ich habe um meine Biografie kein Geheimnis gemacht.“ So habe sie eingeräumt, dass sie mit 18 Jahren in die SED eintrat, habe sich dann aber später am Runden Tisch in Berlin für eine neue Medienordnung eingesetzt und die Chancen der Wiedervereinigung genutzt.

dpa

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