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Neue Razzia im Fall kino.to – Uploader von mehr als 120.000 Filmen festgenommen

Neue Razzia im Fall kino.to – Uploader von mehr als 120.000 Filmen festgenommen

Zwei Jahre nach der Abschaltung des illegalen Filmportals kino.to aus Leipzig ist ein weiterer Verdächtiger festgenommen worden. Bei einer Razzia in Schleswig-Holstein verhafteten sächsische Ermittler einen Mann, der mehr als 120.000 Raubkopien bei kino.

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Das illegale Filmportal kino.to ist seit 2011 stillgelegt. Bei einer Razzia wurde nun ein weiterer Uploader festgenommen.

Quelle: dpa

Leipzig/Dresden. to und anderen Online-Portalen ins Netz gestellt haben soll. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden spricht von einem „erheblichen Schlag gegen die Szene“.

Bereits am vergangenen Mittwoch waren die Privatwohnung des Mannes durchsucht und dabei Unterlagen sowie diverse Computertechnik beschlagnahmt worden. Unter dem Namen „Hologramm“ soll der Schleswig-Holsteiner mindestens seit 2008 Filme hochgeladen und damit sein Geld verdient haben. „Ihm wird gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzung in über 120.000 Fällen vorgeworfen“, sagte Wolfgang Klein, Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, am Montag gegenüber LVZ-Online.

Einer der Top-Uploader bei kino.to

Der Mann habe sowohl selbst Raubkopien beschafft und ins Netz gestellt als auch Filme anderer User über das Portal zugänglich gemacht. „Er war einer der großen Uploader im kino.to-System“, erklärte Klein. Nachdem die Seite im Juni 2011 von der Staatsanwaltschaft abgeschaltet worden war, bot der Beschuldigte seine Filme auf Nachfolger-Portalen wie Movie2k oder kinox.to zum Streaming oder Download an. „Er hat einfach weitergemacht“, berichtete der Oberstaatsanwalt.

Der Beschuldigte mittleren Alters – zu Identität und Wohnort wurden keine Angaben gemacht – hat bereits ein Geständnis abgelegt. Da er sich kooperativ zeigte, verzichteten die Ermittler auf einen Haftbefehl und ließen den Mann wieder frei. Es sei keine Fluchtgefahr gegeben, begründete Klein.

Ermittler: „Sind noch lange nicht am Ende“

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Der Gründer und Chef des illegalen Filmportals kino.to, Dirk B., war zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Quelle: dpa

Auf die Spur des Verdächtigen waren die Staatsanwälte durch die langwierigen Auswertungen der kino.to-Computerdaten gekommen, die bei der Razzia im Juni 2011 in Leipzig beschlagnahmt worden waren. Erst jetzt gelang es den Ermittlern, den Mann und seinen Wohnort mittels IP zweifelsfrei zu identifizieren. Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) hatte nach eigenen Angaben gegen den Nutzer „Hologramm“ bereits im April 2011 Strafantrag gestellt – zusammen mit der Anzeige gegen kino.to.

Klein kündigte an, dass es weitere Aktionen gegen die organisierte Raubkopierer-Szene im Zusammenhang mit kino.to geben werde. Nach der 2012 erfolgten Verurteilung der Betreiber des Portals mit Strafen von bis zu viereinhalb Jahren Haft, wende man sich nun dem „Mittelbau“ zu – also der Uploader-Szene. Weitere Ermittlungsverfahren liefen bereits. „Wir arbeiten uns von oben nach unten – und sind noch lange nicht am Ende“, betonte Klein.

Robert Nößler

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