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Neue Regierung im Freistaat: Alle sächsischen Minister im Kurzporträt

Neue Regierung im Freistaat: Alle sächsischen Minister im Kurzporträt

Nach der schwarz-roten Koalition von 2004 bis 2009 wird Sachsen erneut von einem Bündnis aus CDU und SPD regiert.

Ministerpräsident:

Stanislaw Tillich (55) ist der erfahrenste Politiker im Kabinett.

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Brunhild Kurth (CDU, unten l-r), Barbara Klepsch (CDU), Stanislaw Tillich (CDU), Martin Dulig (SPD), Eva-M. Stange (SPD), Petra Köpping (SPD), Markus Ulbig (CDU), Thomas Schmidt (CDU), Sebastian Gemkow (CDU), Georg Unland (CDU), Fritz Jaeckel (CDU).

Dresden. fahrenste Politiker im Kabinett. Schon 1999 war der Sorbe hier als Minister für den Bund und Europa zuständig. Zuvor bewegte er sich auf EU-Parkett. 2002 übernahm Tillich die Staatskanzlei in Dresden, 2004 das Agrar- und Umweltministerium. 2007 wurde er Finanzminister, ein halbes Jahr später löste er CDU-Ministerpräsident Georg Milbradt ab. Von 2009 bis zuletzt regierte er mit einem CDU/FDP-Bündnis. Tillich ist Diplom-Ingenieur und gehört seit 1987 der CDU an. Mit seiner Frau lebt er in Panschwitz-Kuckau. Familie Tillich hat zwei erwachsene Kinder.

Staatskanzlei:

Fritz Jaeckel (CDU) ist 51 Jahre alt und stammt aus Flensburg. Er studierte Rechtswissenschaften und promovierte an der Universität Münster. In Sachsen war er zunächst im Leipziger Regierungspräsidium tätig, danach folgten diverse Aufgaben im Innenministerium, dem Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft und in der Staatskanzlei. Von 2008 bis 2010 war Jaeckel Büroleiter von Tillich in der Staatskanzlei, danach ging er als Staatssekretär ins Umwelt- und Landwirtschaftsministerium. Nach dem Juni-Hochwasser 2013 leitete er den Wiederaufbaustab in der Staatskanzlei.

Finanzen:

Georg Unland wurde von Tillich nach dessen Amtsantritt 2008 ins Kabinett geholt. Der 60-Jährige stammt aus Bocholt (Münsterland), ist verheiratet und Vater von vier Kindern. Unland studierte in Darmstadt Maschinenbau und promovierte in dieser Fachrichtung. Von 1980 bis 1993 war er in diversen Firmen tätig. Dann folgte er einem Ruf als Ordentlicher Professor für Maschinenbau an der Freiberger Bergakademie. 2000 wurde er hier Rektor. Als Minister führte Unland den Kurs seiner Amtsvorgänger fort. Schon seit 2006 macht Sachsen keine neuen Schulden mehr, inzwischen steht das in der Verfassung.

Umwelt und Landwirtschaft:

Thomas Schmidt (CDU) ist 53 Jahre alt und stammt aus Burgstädt. Nach dem Abitur und einer Berufsausbildung zum Agrotechniker absolvierte er zwischen 1982 und 1987 ein Universitätsstudium zum Diplom-Agraringenieur. Zwischen 1987 und 1991 war er Technischer Leiter einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft, 1991 übernahm er dann die Leitung einer Agrar GmbH. 1990 trat Schmidt in die CDU ein. Seit 2004 ist er Mitglied des Sächsischen Landtags. Dort leitete er zuletzt den Ausschuss für Geschäftsordnung und Immunitätsangelegenheiten.

Kultus:

Brunhild Kurth (60) stammt aus Burgstädt. In den 1970er-Jahren studierte sie in Halle und erwarb dort den Abschluss als Diplom-Lehrerin für Biologie und Chemie. Bis zur Wende war sie als Lehrerin tätig. 1990 wurde sie Leiterin des Gymnasiums Burgstädt. Ab 2001 amtierte sie als Leiterin des Referates für Gymnasien, Abendgymnasien, Kollegs im Kultusministerium, später war sie an anderen Stellen in der Schulverwaltung tätig. Als ihr Vorgänger Roland Wöller im Streit um Lehrerstellen das Handtuch warf, beerbte Kurth ihn im März 2012. Kurth ist verheiratet und hat ein Kind.

Soziales:

Barbara Klepsch (49) ist in Sehma bei Annaberg-Buchholz zu Hause. Zu DDR-Zeiten wollte sie ursprünglich Hebamme werden. Da das nicht klappte, schlug sie eine Laufbahn in der Finanzwirtschaft ein. Zunächst leitete sie die Buchhaltung am Kreiskrankenhaus Annaberg-Buchholz. Von 1993 bis 2001 arbeitete sie als Kämmerin in der Erzgebirgsstadt. Im Juni 2001 wurde sie dort zur Oberbürgermeisterin gewählt. Als Sozialministerin sieht Klepsch Schwerpunkte ihrer Arbeit beispielsweise in der ärztlichen Versorgung und der Krankenhausfinanzierung.

Innenminister:

Markus Ulbig (50) ist seit 2009 Innenminister. Zuvor hatte er sich als Oberbürgermeister von Pirna einen Namen gemacht, auch weil er immer wieder gegen rechtsextremistische Umtriebe in seiner Stadt zu Felde zog. Der gelernte Elektroniker studierte an der Dresdner Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie und schloss als Betriebswirt ab. Von 1999 bis 2001 trug er im sächsischen Innenministerium für Städtebau Verantwortung. Als Minister brachte er eine Polizeireform auf den Weg, bei der nun personell nachgesteuert wird. Ulbig ist verheiratet und Vater von vier Kindern.

Wissenschaft und Kunst:

Eva-Maria Stange (57) war bereits von 2006 bis 2009 für dieses Ressort zuständig. Die frühere Lehrerin arbeitete zu DDR-Zeiten im Hochschuldienst bei der Lehrerausbildung. Nach der Wende leitete sie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Sachsen, von 1997 bis 2005 übte sie das Amt als Bundesvorsitzende der GEW aus. Eva-Maria Stange hat auch in der sächsischen SPD eine einflussreiche Rolle. Sie ist stellvertretende Parteivorsitzende und bis dato zugleich stellvertretende Chefin der SPD-Landtagsfraktion. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder.

Justizminister:

Sebastian Gemkow (CDU) ist 36 Jahre alt und damit der Jüngste in der sächsischen Regierung. Der gebürtige Leipziger studierte in Leipzig, Berlin und Hamburg Rechtswissenschaften. 2007 ließ er sich als Rechtsanwalt in Leipzig nieder. Seit 2009 ist er Mitglied des Sächsischen Landtags. Gemkow ist seit 2010 Präsident des Parlamentarischen Forums Mittel- und Osteuropa. In diesem Jahr wurde er zum Honorarkonsul der Republik Estland für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bestellt.

Wirtschaftsminister:

Martin Dulig (40) verkörpert die „neue“ SPD in Sachsen, der er seit 2009 vorsitzt. Bereits als 15-Jähriger kam er zur Sozialdemokratie. Er war Mitgründer der SPD-Jugendorganisation Jusos in Sachsen und von 1999 bis 2004 deren Chef. Danach zog der Diplompädagoge in den Landtag ein. Zunächst arbeitete er dort als Parlamentarischer Geschäftsführer, 2007 übernahm er das Amt des Fraktionsvorsitzenden. Im Wahlkampf bot er sich als Bündnispartner der CDU an. Die Partei trug diesen Kurs mit. Dulig ist verheiratet und hat sechs Kinder.

Staatsministerin für Gleichstellung und Integration:

Petra Köpping wurde am 12. Juni 1958 in Nordhausen geboren. Nach dem Abitur studierte sie Staats- und Rechtswissenschaften. Von 1989 bis 1990 war sie Bürgermeisterin der Gemeinde Großpösna. Im Anschluss arbeitete sie vier Jahre bei einer Krankenkasse. 1994 wurde sie erneut zur Bürgermeisterin von Großpösna gewählt. Von 2001 bis 2008 war sie Landrätin des Landkreises Leipziger Land. Bis zu ihrer ersten Wahl in den Landtag 2009 arbeitete sie als Beraterin der Sächsischen Aufbaubank.

dpa

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