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Neuer Gerichtssaal für Prozess gegen Gruppe Freital in Dresden eingerichtet

Rechter Terror Neuer Gerichtssaal für Prozess gegen Gruppe Freital in Dresden eingerichtet

Für Dresden ist es einer der größten Prozesse seit der Wiedervereinigung. Für die Verhandlung gegen die acht mutmaßlichen Rechtsterroristen der «Gruppe Freital» wird eigens ein neuer Verhandlungssaal geschaffen.

Der neue Hochsicherheitsgerichtssaal für den Prozess gegen die mutmaßlichen Terroristen der Gruppe Freital

Quelle: dpa

Dresden. Einen Monat vor Beginn des Terror-Prozesses gegen acht Mitglieder der rechtsextremen «Gruppe Freital» hat das Oberlandesgericht Dresden den Hochsicherheits-Gerichtssaal erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Er wurde in den vergangenen Monaten für 5,5 Millionen Euro eigens für das Verfahren auf dem Gelände einer im Aufbau befindlichen Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) für Flüchtlinge im Norden der Stadt eingerichtet.

Der neue Saal biete genügend Platz für das Gericht, die acht Angeklagten, ihre jeweils zwei Verteidiger, die Vertreter des Generalbundesanwalts sowie sechs bis sieben Nebenkläger und ihre Anwälte, sagte Gerichtssprecherin Gesine Tews am Dienstag. Das Ausweichquartier war nötig geworden, da die eigentlichen Säle des Oberlandesgerichts im historischen Ständehaus weder den Sicherheitsanforderungen noch dem zu erwartenden Medieninteresse entsprechen.

Der Generalbundesanwalt wirft den Angeklagten neben der Bildung einer terroristischen Vereinigung unter anderem auch versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung und Herbeiführungen von Sprengstoffexplosionen vor. Sie werden für fünf fremdenfeindliche oder politisch motivierte Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte oder politische Gegner verantwortlich gemacht.

Hohe Sicherheitsvorkehrungen in Dresden

In dem Saal, der später einmal als Speisesaal der EAE dienen soll, finden während des öffentlichen Prozesses 152 Zuschauer Platz, davon sind 70 Plätze für Journalisten reserviert. Die Zuschauer sind durch eine Glaswand von den Verfahrensbeteiligten abgetrennt. Vor dem Betreten des Saals müssen sie sich einer eingehenden Sicherheitskontrolle unterziehen.

Im Saal sind mehrere große Monitore angebracht. Darauf sollen die Aussagen vom Zeugentisch vor der Richterbank übertragen werden, «weil es wichtig ist, dass alle Verfahrensbeteiligten die Zeugen bei ihrer Aussage von vorn sehen können», sagte Tews. Außerdem gibt es zwei Kabinen für Dolmetscher.

Für die sieben angeklagten Männer und eine Frau im Alter zwischen 19 und 38 Jahren wurden im Untergeschoss acht Hafträume eingerichtet. Dort befinden sich auch Besprechungsräume für Beratungen mit den Anwälten. Die Angeklagten sollen an den Verhandlungstagen - ab dem 7. März jeweils dienstags und mittwochs sowie alle zwei Wochen auch am Freitag - zum Prozess gebracht werden. Untergebracht sind sie laut Tews getrennt in verschiedenen Haftanstalten in Sachsen und Bayern.

Bis Ende September sind bereits mehr als 60 Verhandlungstage angesetzt. Erst nach Abschluss des Verfahrens soll das aus sieben Gebäuden bestehende Gelände im Hammerweg dann als zentrale Dresdner EAE genutzt werden.

LVZ

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