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Neues Sprenglabor für Freiberger Wissenschaftler

Neues Sprenglabor für Freiberger Wissenschaftler

In einem Sprenglabor wollen Wissenschaftler der Technischen Universität Bergakademie Freiberg künftig größere Mengen besonders fester Materialien erzeugen. „Diese Keramik ist fast so hart wie Diamant, hat aber unter anderem deutlich bessere thermische Eigenschaften“, sagte Professor Gerhard Heide vom Institut für Mineralogie der Bergakademie am Freitag bei einer Demonstrationsvorführung.

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Quelle: dpa

Freiberg. Das Labor wurde im mehr als einjähriger Bauzeit in 150 Meter Tiefe im Lehrbergwerk „Reiche Zeche“ eingerichtet. Der in den Fels gehauene, höhlenartige Raum ist etwa fünf Meter hoch. Die Kosten von rund 600.000 Euro trägt eine Stiftung. Am Montag soll es offiziell eingeweiht werden.

In dem sogenannten Schockwellenlabor können laut Heide bis zu 20 Kilogramm hochbrisanten Sprengstoffs zur Explosion gebracht werden. Noch Sekunden hallt die Detonation im Berg nach. Die Druckwelle setzt ein Vorrichtung in Bewegung: die Probe aus Keramikpulver wird zusammengepresst. „Für Bruchteile von Sekunden kann ein Druck entstehen, der fast dem im Erdinneren entspricht“, erläuterte Heide. Dieser bewirke Veränderungen in der inneren Struktur des Materials. Die Wissenschaftler hoffen, dass ihr Material irgendwann in der Industrie eingesetzt wird - zum Schleifen und Polieren von Oberflächen, Sägen oder auf als Beschichtung von extrem harten Werkzeugen wie Bohrern.

Seit 2007 und beschäftigen sich die Freiberger Mineralogen mit derartigen Experimenten. Bisher waren die Proben aber kaum größer als eine Fingerhutmenge. Mit dem neuen Labor sollen laut Heide „mehrere zehn Gramm“ des neuen Materials bei einem Experiment entstehen - eine kleine Schale voll. „Damit das neue Material in der Industrie verwendet werden kann, muss es in größeren Mengen produziert werden können - kostengünstig“, sagte Heide. In zwei Jahren, so hoffen die Wissenschaftler, wissen sie, wie das geht. Interessenten und erste Partner aus der Wirtschaft gebe es, hieß es.

dpa

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