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Noltze befeuert Streit zwischen Chemnitz und Leipzig

Noltze befeuert Streit zwischen Chemnitz und Leipzig

Im Streit zwischen den Regionen Leipzig und Chemnitz verschärft sich der Ton. „Wenn von Benachteiligung die Rede ist, soll mir keiner mit Leipzig kommen“, sagte der Präsident der Landesdirektion Chemnitz, Karl Noltze, am Dienstag zur Debatte um den Standort der künftigen Landesdirektion in Sachsen.

Chemnitz. Die drei bisherigen Behörden sollen nach dem Willen der CDU/FDP-Koalition zu einer zusammengefasst werden - die Frage ist nur, wo.

Noltze verwies darauf, dass der eigens gebildete Lenkungsausschuss, dem auch er angehört, eigentlich bis Ende März ein Diskussionspapier erstellen sollte. Bis Ende Juni sollte es in eine Kabinettsvorlage münden; im Herbst sollte sich der Landtag damit befassen und auch die Standortfrage geklärt werden. Ob der Zeitplan gehalten wird - Noltze, der Ende April in den Ruhestand wechselt, weiß es nicht.

Den Vertretern der Chemnitzer Region empfahl er nun, offensiv Forderungen anzumelden. „Gejammer ist kontraproduktiv.“ Noltze erinnerte zugleich daran, dass Einschnitte zuungunsten von Chemnitz in der Vergangenheit von Vertretern der Region einfach „geschluckt“ worden seien. Dass die Landeshauptstadt Dresden genug Behörden habe, diese Ansicht teile er durchaus mit den Leipzigern, fügte er hinzu.

Ansonsten ist der scheidende Präsident derzeit nicht gut auf die Nachbarn zu sprechen. Am Dienstag betonte Noltze, dass er an seiner Kritik festhalte, wonach der Bau der Autobahn 72 von Chemnitz nach Leipzig in dem von der Landesdirektion Leipzig zu verantwortenden Abschnitt zu langsam vorangehe. Dass die Landesdirektion Leipzig Noltzes Vorwurf, die Autobahn gar nicht zu wollen, inzwischen als nicht nachvollziehbar zurückwies, habe er zwar „mit Interesse zur Kenntnis“ genommen, er stehe aber „nach wie vor zu seiner Meinung“.

Noltze geht davon aus, dass die A 72 erst 2016 fertig werde - und damit zehn Jahre später als ursprünglich geplant. Unzufrieden äußerte er sich ebenfalls über die Bahn-Verbindung zwischen beiden Städten. Auch der von ihm als „Milliardengrab“ bezeichnete Bau des Leipziger City-Tunnels werde für Chemnitz keine Abhilfe schaffen. Dieser sei für den Regionalverkehr im Leipziger Großraum gedacht, nicht für Züge von und nach Chemnitz.

dpa

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