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Ölige Flüssigkeit auf der A 14: Fahrbahn zum zweiten Mal für mehrere Stunden gesperrt

Ölige Flüssigkeit auf der A 14: Fahrbahn zum zweiten Mal für mehrere Stunden gesperrt

Wegen einer öligen Flüssigkeit auf der Fahrbahn ist die A14 zwischen den Anschlussstellen Löbejün und Halle-Trotha zum zweiten Mal in Folge voll gesperrt. Wie die Autobahnpolizei in Weißenfels mitteilte, war ein Lastwagen gegen 4.45 Uhr am Donnerstagmorgen aus bisher ungeklärter Ursache von der Straße abgekommen und in die Böschung gerutscht.

Halle. Der nachfolgende Verkehr umfuhr den Lastwagen über eine Baustelle, auf der die ölige Flüssigkeit zur Reparatur brüchigen Betons eingesetzt wird. Die Autos verteilten die klebrige Masse auf der Fahrbahn, so dass die A14 Richtung Leipzig für unbestimmte Zeit voll gesperrt bleibt.

"Die Autofahrer haben keinesfalls eine offizielle Umleitung um die Unfallstelle genutzt", erklärte Carola Baust, Sprecherin der Autobahnpolizei Weißenfels, auf Nachfrage von LVZ-Online. "Die haben die wenigen Minuten bis zum Eintreffen der Beamten genutzt und sind einfach durch die Baken durchgefahren, die die Baustelle von der Fahrbahn abgrenzen."

Schon am Mittwoch war die Strecke wegen eines ähnlichen Vorfalls mehr als zehn Stunden unbefahrbar. Nach Angaben der Autobahnpolizei hatte ein Lastwagen in den Morgenstunden auf einer Länge von vier Kilometern in Richtung Leipzig die Flüssigkeit verteilt. Sie musste von einer Spezialfirma beseitigt werden. Der unbekannte Fahrer war unerlaubterweise durch die Baustelle gefahren. Dabei blieb die Flüssigkeit an den Reifen kleben. Um 14 Uhr war die A14 mit begrenzter Geschwindigkeit wieder frei.

Noch bis zum 8. Oktober wird in dem Bereich gebaut, wie Harald Kreibich, Sprecher des Verkehrsministeriums Sachsen-Anhalt am Donnerstag gegenüber LVZ-Online sagte. „Es handelt sich um Instandhaltungsmaßnahmen. Die Arbeiter erneuern den Fugenguss und bringen eine Schutzschicht auf, die den Beton vor äußeren Einflüssen schützen soll."

Bei dieser Schutzschicht handelt es sich laut Kreibich um eine Emulsion auf Leinölbasis, deren Verteilung über die Fahrbahn für die stundenlangen Sperrungen der A14 sorgte. „Die Emulsion muss einziehen und austrocknen", so der Ministeriumssprecher. „Das dauert einige Tage. Danach ist die Oberfläche versiegelt und kann problemlos befahren werden. Vor dem Trocknen sorgt der Leinölanteil allerdings für eine rutschige Oberfläche. Deshalb ist die Stelle ja auch abgesperrt."

Dass Autofahrer, wie in den vergangenen Tage gleich zwei Mal geschehen, diesen Teil der Autobahn dennoch nutzen, mache ihn sprachlos, erklärte Kreibich weiter. „Ich bin entsetzt über das hohe Maß an Rücksichtslosigkeit. Die Leute begeben sich da freiwillig in große Gefahr. Da könnten auch Baulöcher sein, die einem Auto die Achsen wegreißen." Zudem sorge dieses Verhalten für Bauverzögerungen und unnötige Kosten. „Für die Reinigung fallen mehrere tausend Euro an. Der durch die Räder abgetragene und weiterverteilte Leinölfirnis muss zudem neu aufgetragen werden. Auch das kostet Zeit und Geld." Eine Verlängerung der Baumaßnahme über den 8. Oktober hinaus sei derzeit allerdings nicht zu erwarten.

Um den sich häufenden Unfällen auf dem Abschnitt zwischen Löbejün und Halle-Trotha entgegenzuwirken, wird es jetzt verstärkte Polizeikontrollen geben. Darauf verständigten sich Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) und Innenminister Holger Hövelmann (SPD) am Donnerstag in Magdeburg. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums sagte, die Baustelle an sich sei sicher.

ahr / dpa

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