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Özdemir zu Pegida: „Klartext ist angesagt und nicht dieses Gesülze“

Özdemir zu Pegida: „Klartext ist angesagt und nicht dieses Gesülze“

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich gegen Gespräche mit den Anführern der islamkritischen „Pegida“-Bewegung ausgesprochen. „Mit Rassisten in Nadelstreifen haben wir nicht zu reden“, sagte Ramelow am Montag beim Besuch eines Flüchtlingsheims in Suhl.

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Grünen-Chef Cem Özdemir.

Quelle: dpa

Suhl/Potsdam. Richtig sei aber, das Gespräch mit den Teilnehmern zu suchen, die fürchteten, dass Flüchtlinge ihnen Arbeitsplätze wegnehmen könnten. Ihnen müsse man erklären, dass solche Ängste unbegründet seien, sagte Ramelow. „Und die Sorgen der Flüchtlinge muss man genauso ernst nehmen.“

Der Linke-Politiker sagte weiter, „Pegida“-Organisatoren wie Lutz Bachmann sollten sich das christliche Fundament anschauen, auf dem das Abendland stehe. Das Christentum stehe für Barmherzigkeit und Mitmenschlichkeit - doch diese Ideale würden von „Pegida“ missachtet.

Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir hat Forderungen nach einem Dialog mit dem nichtextremistischen Teil der „Pegida“-Demonstranten zurückgewiesen. Er halte nichts von „so einer weinerlichen Haltung im Umgang mit „Pegida““, sagte er am Montag im RBB-Sender Radio eins. „Klartext ist angesagt und nicht dieses Gesülze, was ich da zum Teil höre von manchen Kollegen von mir.“

Er verstehe, wenn jemand seine Sorgen zum Ausdruck bringen wolle. „Aber man hat schon auch die Aufgabe zu schauen, welche Parolen neben einem gerufen werden und was auf den Plakaten steht, neben denen man läuft“, sagte Özdemir.  

Der in Deutschland geborene Politiker mit türkischen Wurzeln warf den Demonstranten pauschale Ablehnung von Migranten und Muslimen vor. Sie wollten die deutsche Gesellschaft ändern. „Ich sehe nicht, dass man da ernsthaft politische Konzessionen machen könnte. Welcher Art denn? Da ist bitte schön angesagt, dass der Rechtsstaat sich auf seine Hinterfüße stellt und sagt: Deutschland ist eine offene Gesellschaft.“ (dpa)

lvz

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