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Opel plant Kurzarbeit - Standort Eisenach zunächst nicht betroffen

Opel plant Kurzarbeit - Standort Eisenach zunächst nicht betroffen

Wegen schwacher Verkäufe vor allem in Südeuropa plant der Autohersteller Opel in mindestens zwei deutschen Werken Kurzarbeit für tausende Beschäftigte. Für das Stammwerk Rüsselsheim wie auch für die Komponentenfabrik in Kaiserslautern verhandele man mit dem Betriebsrat und der IG Metall, erklärte ein Opel-Sprecher in Rüsselsheim.

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Dem Opel-Stammwerk in Rüsselsheim droht ein markanter Einschnitt. Der Autobauer Opel führt Gespräche mit der IG Metall und dem Betriebsrat über die Einführung von Kurzarbeit in Rüsselsheim.

Quelle: Boris Roessler

Rüsselsheim/Eisenach. Für die Beschäftigten in Eisenach gibt es nach Betriebsratsangaben bisher keine Verhandlungen über Kurzarbeit. „Wir haben im August ganz normale Arbeitszeiten“, sagte der Betriebsratsvorsitzende der Opel Eisenach GmbH, Harald Lieske, der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag.

Bis Ende dieser Woche laufen noch die Werksferien in dem Opel-Werk, das mit rund 1600 Beschäftigten zu den großen Industriearbeitgebern in Thüringen gehört.

Nach Angaben von Lieske ist bereits seit März die Arbeitszeit für die Nachtschicht auf 30 Stunden verkürzt. Neben dem dreitürigen Corsa werden in Eisenach auch die ersten Autos des neuen Stadtflitzers Adam gebaut, der im September auf dem Pariser Autosalon offiziell vorgestellt wird. „Die Produktion des Adam läuft peu à peu hoch“, sagte Lieske. Die Kapazität von 20 Fahrzeugen des Modells pro Stunde soll nach seinen Angaben zum Jahresende erreicht sein. Ab Januar soll das neue Auto, das Opel helfen soll, Marktanteile zurückzugewinnen, bei den Händlern stehen.

Kurzarbeit ist an den beiden westdeutschen Standorten für knapp 6000 Produktionsmitarbeiter im Gespräch. Zudem sollen die knapp 10 000 Beschäftigten aus Verwaltung und Entwicklung in Rüsselsheim möglichst weniger arbeiten. Zuvor hatte bereits Ford Kurzarbeit für sein Werk in Köln angemeldet.

Im Bochumer Opel-Werk ist Kurzarbeit nach Einschätzung des Betriebsrats derzeit wie in Eisenach kein Thema. Die Bochumer Opel-Beschäftigten kehren ebenfalls in der kommenden Woche planmäßig aus den Werksferien zurück.

Mit den strategischen Verhandlungen über die Zukunft der General-Motors-Tochter mit rund 40.000 Beschäftigten in Europa hätten die kurzfristigen Maßnahmen nichts zu tun. Man gehe nicht leichtfertig mit dem Instrument der Kurzarbeit um, sondern habe andere Modelle wie zum Beispiel den Arbeitszeitkorridor genutzt, sagte der Unternehmenssprecher.

Über den genauen Umfang der geplanten Kurzarbeit wurde wenig bekannt, der Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug wollte sich zunächst nicht äußern. Die geringere Arbeitszeit soll möglicherweise zum Beginn des Monats September eingeführt werden. In Kaiserslautern könnte die komplette Belegschaft für einige Tage nach Hause geschickt werden, sagte der Kaiserslauterer Betriebsratschef Lothar Sorge dem SWR. Alternativ müsste ein Teil der Beschäftigten für längere Zeit kürzer arbeiten. In der Pfalz werden Motoren und Getriebe für die Montagewerke gefertigt.

Am Mittwoch hatte das Unternehmen die Belegschaft am Stammsitz Rüsselsheim über die Notwendigkeit der Arbeitszeitverkürzung informiert, die vor allem auf schwache Bestellungen aus Südeuropa zurückgeht. In Rüsselsheim werden derzeit die Modelle Insignia und Astra gefertigt, die in Südeuropa ihre wichtigsten Märkte haben. Betroffene Mitarbeiter erhalten Ausgleichszahlungen über die Arbeitsagentur.

dpa

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