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Ostdeutsche arbeiten im Jahr knapp zwei Wochen mehr

Arbeitszeit Ostdeutsche arbeiten im Jahr knapp zwei Wochen mehr

74 Stunden - so groß war im vergangenen Jahr der Arbeitszeit-Unterschied zwischen Ost und West. In Leipzig ist die durchschnittliche Wochenarbeitszeit besonders hoch. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Arbeitszeiterfassung an der Stechuhr: Die Ostdeutschen arbeiten durchschnittlich knapp zwei Wochen länger als die Erwerbstätigen in den alten Bundesländern.

Quelle: dpa

Nürnberg/Leipzig. Die Erwerbstätigen in Ostdeutschland arbeiten durchschnittlich noch immer knapp zwei Wochen länger als die in den alten Bundesländern. Im vergangenen Jahr waren es im Osten 1432 Stunden, im Westen 1358 - eine Differenz von 74 Arbeitsstunden, wie aus Daten des Arbeitskreises Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder hervorgeht.

Am längsten arbeiten demnach die Beschäftigten in Thüringen, am kürzesten die Bremer. Sachsen liegt auf Platz vier. Bundesweit beträgt die Wochenarbeitszeit 35,3 Stunden, in Leipzig beispielsweise liegt diese deutlich darüber. Wie die kommunale Bürgerumfrage 2014 jüngst ergab, wird in der Messestadt im Schnitt 38 Stunden gearbeitet, also drei Stunden länger pro Woche.

Mehr Vollzeitstellen und weniger Urlaub

Die Arbeitszeitforscherin Susanne Wanger vom Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nannte in der „Thüringer Allgemeinen“ (Montag) zwei Ursachen für die Ost-West-Unterschiede. Ostdeutsche seien eher in Vollzeit beschäftigt. Und sie hätten wegen der geringen Tarifbindung der Betriebe im Osten „höhere Wochenarbeitszeiten und niedrigere Urlaubsansprüche“.

Der Ost-West-Abstand von etwa zwei Wochen besteht seit Jahren. Nach den im März vorgelegten Zahlen des Arbeitskreises arbeiten die Beschäftigten in Thüringen pro Jahr 1454 Stunden, es folgen Brandenburg (1445), Sachsen-Anhalt (1436), Sachsen (1432), Mecklenburg-Vorpommern (1429) und Berlin (1409).

Im Westen liegt Hamburg (1405) vorn, vor Bayern (1377), Hessen (1372), Schleswig-Holstein (1368), Baden-Württemberg (1363), Niedersachsen (1353), Rheinland-Pfalz (1341), Nordrhein-Westfalen (1334), Saarland (1331), Bremen (1329). Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 1371 Stunden.

dpa/nöß

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