Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Ostdeutsche fühlen sich im Berufsleben schlechter behandelt als Westdeutsche

Ostdeutsche fühlen sich im Berufsleben schlechter behandelt als Westdeutsche

Auch 20 Jahre nach der Wende ist die gefühlte Ungerechtigkeit bei den Ostdeutschen noch groß. In einer aktuellen Umfrage der Leipziger Volkszeitung sagt mehr als die Hälfte der Ostdeutschen und auch mehr als jeder dritte Westdeutsche, dass die im Osten Geborenen es schwerer haben, in Berufe einzusteigen und voranzukommen.

Voriger Artikel
Tod von Sprengstoffexperten: Kollegen in Sachsen erschüttert
Nächster Artikel
Sachsen will bundesweite Förderung für künstliche Befruchtung
Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Eine Benachteiligung der Westdeutschen wird dagegen so gut wie gar nicht empfunden.

39 Prozent der Bundesbürger sind der Ansicht, dass Ostdeutsche im Berufsleben eher diskriminiert werden als Westdeutsche. Das empfinden 56 Prozent der Ostdeutschen so, aber auch 36 Prozent der Westdeutschen. Nur drei Prozent sind dagegen der Meinung, die Westdeutschen würden in Sachen Beruf und Karriere schlechter behandelt, darunter drei Prozent im Westen und vier Prozent im Osten. Das ergab die aktuelle Mai-Umfrage der Leipziger Volkszeitung. Dafür befragte das Leipziger Institut für Marktforschung 1008 repräsentativ ausgewählte Erwachsene aus dem gesamten Bundesgebiet.

Nur etwa jeder Fünfte (19 Prozent) geht davon aus, dass es bei Einstellung, Gehalt und Karriere keine Rolle spielt, ob jemand im Osten oder Westen geboren wurde und aufgewachsen ist. Das sagen 21 Prozent im Westen, aber nur 12 Prozent im Osten.

Die Frage, ob Ostdeutsche bei der Arbeitssuche und in der Karriere benachteiligt werden, tauchte auf, als die gebürtige Ost-Berlinerin Gabriele S. sich bei einer Stuttgarter Firma bewarb und ihre Unterlagen mit dem Vermerk „(–) Ossi“ zurück bekam.

20 Jahre nach der Wiedervereinigung sorgte der damit verbundene Gerichtsprozess im April für großes öffentliches Interesse. Das Stuttgarter Amtsgericht lehnte jedoch die Klage gegen Diskriminierung ab, da es sich bei den Ostdeutschen nicht um einen eigenen Volksstamm handele.

Weitere Ergebnisse der Umfrage lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der Leipziger Volkszeitung oder im E-Paper.

Anita Kecke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr

  • Farbspiele
    Die Sparkasse Leipzig sucht für Ihren Kalender 2018 farbenfrohe Fotos

    Beim Fotowettbewerb der Sparkasse Leipzig kann nun über die zwölf Kalendermotive abgestimmt werden. Das Voting endet am 31. August 2017. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr