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Osterbotschaften: Sächsische Kirchen kritisieren Gewalt und Präimplantationsdiagnostik

Osterbotschaften: Sächsische Kirchen kritisieren Gewalt und Präimplantationsdiagnostik

Die Bischöfe der evangelischen und katholischen Kirche in Sachsen haben zu Ostern die Gewalt in der Welt und die Präimplantationsdiagnostik (PID) kritisiert. „Heute wie damals ist die Gewalt eine Geißel, die wir Menschen selbst schwingen“, sagte der Bischof der evangelischen Landeskirche Sachsens, Jochen Bohl, am Karfreitag in Dresden.

Dresden. Sie treffe Kinder und Alte, überziehe Unschuldige wie Verstrickte, wüte auf allen Kontinenten, beschädige das Leben in Städten und Dörfern. Die Christenmenschen fänden sich nicht ab mit der Gewalt, sondern setzten sich für ihre Überwindung ein. „Wir sehen auf die Konfliktherde der Welt - Libyen, Afghanistan, Gaza, Nigeria - in der Hoffnung auf Frieden.“

Das Menschenleben sei zudem auch durch Ereignisse wie in Japan gefährdet. „Sie mahnen zur Demut, sie sind eine Warnung, nicht die Möglichkeiten der Technik zu überschätzen.“ Nötig sei eine Umkehr von der hochfahrenden Selbstüberhebung der Risikotechnologie zum menschlichen Maß und zum Respekt vor der Schöpfung.

Der Bischof des katholischen Bistums Dresden-Meissen, Joachim Reinelt, erteilte in seiner Osterbotschaft der Präimplantationsdiagnostik eine klare Absage. „Ostern ist das Fest des Lebens, PID dient der Kultur des Todes“, sagte er. Reinelt appellierte an die Abgeordneten des Bundestages, bedingungslos für die Unantastbarkeit menschlichen Lebens zu stimmen, wie es das Grundgesetz längst vorsehe. „Faule Kompromisse brauchen wir nicht.“

Auch Bohl sieht mehr und sehr gewichtige Gründe gegen eine Zulassung von Gentests an künstlich erzeugten Embryonen vor der Einpflanzung in den Mutterleib. „Ich befürchte, dass sie die Wertschätzung behinderten Lebens in unserer Gesellschaft angreifen würden“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Am Umgang damit zeige sich die Humanität einer Gesellschaft. „Nicht nur die Starken, Gesunden und der Vorstellung einer „Normalität“ entsprechenden Menschen sind Geschöpfe und Ebenbilder Gottes.“ Diese Würde sei umfassend und schließe niemanden aus. „Das menschliche Leben ist und bleibt ein Geschenk, das wir nur empfangen können.“

dpa

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