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„Pegida“ bringt in Dresden 15.000 Menschen auf die Straße und erteilt Dialog eine Absage

„Pegida“ bringt in Dresden 15.000 Menschen auf die Straße und erteilt Dialog eine Absage

Die sogenannten Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes (Pegida) haben am Montagabend in Dresden weiteren Zulauf erhalten. Nach ersten Schätzungen der Polizei zogen bis zu 15.000 Teilnehmer von der Lingnerallee in Richtung Stadion.

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Pegida riefen am 15. Dezember in Dresden zu ihrer neunten Demonstration in Folge auf.

Quelle: dpa

Dresden.  Sie gingen unter anderem gegen eine angebliche Überfremdung des Landes und für ein schärferes Asylgesetz auf die Straße. Zwischenfälle wurden nicht gemeldet.

Zu Beginn erteilten die Organisatoren um Lutz Bachmann dem Wunsch nach einem Dialog eine Absage. Neben diversen Schmähungen in Richtung Politik und insbesondere Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) kündigte Bachmann an, man werde in Zukunft mit der Presse nicht mehr Reden. Die aufgestachelte Menge beließ es anschließend auch nicht bei einem leisen Spaziergang und brüllte stattdessen „Lügenpresse“, sowie „Hetzer“ oder „Verräter“-Rufe in Richtung der anwesenden Kamerateams.

 

Fotos von der Demonstration gegen Pegida:

Inhaltlich blieben Bachmann und Co. einmal mehr vage. Es hieß, der „große Teil“ der Flüchtlinge in Deutschland sei nicht hilfsbedürftig. Zu den Ansagen, man verteidige die Heimat, gesellte sich Kritik an der europäischen Russland-Politik. Auf den Schildern in der Demo war vom Nato-Austritt bis zur Drogenpolitik vieles dabei. Auch die von Pegida geforderte „Pflicht zur Integration“ wurde einmal mehr nicht erläutert. Insgesamt waren 1.346 Beamte im Einsatz. Die sächsischen Polizisten wurden durch Beamte aus Thüringen und Niedersachsen unterstützt.

Unterdessen ist bundesweit eine Diskussion um den Umgang mit „Pegida“ entbrannt. Mit Deutschlandfahnen und „Wir sind das Volk“-Rufen zogen die „Pegida“-Anhänger durch die Straßen der sächsischen Landeshauptstadt. Mit den montäglichen Kundgebungen will das Bündnis eine Verbindung zu den Demonstrationen der DDR-Bürgerrechtsbewegung in der Wendezeit herstellen.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) nannte die Proteste am Montag in Berlin eine „Schande für Deutschland“ und zog sich dafür scharfe Kritik der CSU zu. „Diejenigen, die hier teilnehmen, unterstützen Rassisten und rechte Gruppen. Das müssen sie sich auch selber klarmachen“, sagte die Bundesvorsitzende der Grünen, Simone Peter, die zusammen mit ihrem Co-Vorsitzenden Cem Özdemir zur Demonstration des Bündnisses „Dresden Nazifrei“ in die sächsische Landeshauptstadt gekommen war. Zeitgleich mit den „Pegida“-Anhängern gingen in Dresden erneut deren Gegner, an diesem Abend waren es 5.600 Menschen, auf die Straße. (mit dpa)

„Wenn ich neben Hools (Hooligans) demonstriere, wenn ich neben Rechtsradikalen demonstriere und wenn ich neben Nazis demonstriere, dann verteidige ich das indirekt mit“, sagte Özdemir mit Blick auf die „Pegida“-Demonstrationsteilnehmer.

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lvz

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