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Pegida will „den Eliten zeigen, wer hier das Sagen hat" - Teilnehmerzählung wird zum Flop

Pegida will „den Eliten zeigen, wer hier das Sagen hat" - Teilnehmerzählung wird zum Flop

Mit Kritik an der Erhöhung der Aufwandsentschädigung für die sächsischen Landtagsabgeordneten und der Ankündigung, am 6. April den OB-Kandidaten der Pegida-Bewegung zu benennen, hat Lutz Bachmann am Montag versucht, seinen Anhängern neuen Schwung zu geben.

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Quelle: DNNOnline

Dresden. Vor – laut Polizei - rund 7700 Teilnehmern beim 19. Pegida-"Spaziergang" teilte Bachmann außerdem in Richtung der AfD aus. Die Partei sei keine wirkliche Alternative, sagte Bachmann. Sie habe „ihre Bodenhaftung verloren und schwimmt mittlerweile fleißig im Polit-Apparatschik-Strom mit", sagte er mit Blick auf die positive Reaktion der Partei zum Urteil des Bundesgerichtshofes, das Lehrerinnen ermöglicht, auch im Unterricht Kopftuch zu tragen.

„Wo ist die Rücksicht unserer Gäste auf unsere Kultur und sind wir eigentlich noch Herr im Haus", fragte Bachmann. „Es wird Zeit, den Eliten zu zeigen, wer hier das Sagen hat", stellte er fest und kündigte an, ein erster Schritt werde die OB-Wahl sein. Den Pegida-Kandidaten will Bachmann am 6. April benennen. An diesem Tag, dem Ostermontag, plant Pegida die bislang für den 23. oder 30. März angekündigte Großkundgebung. Sie soll in der Flutrinne im Ostragehege stattfinden. Die Verantwortlichen der Facebook-Gruppe „Pegida#watch" vermuten, dass dazu auch der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders nach Dresden kommen könnte.

Die Stadtverwaltung teilte am Montag mit, es sei eine Kundgebung mit 25.000 bis 30.000 Teilnehmern avisiert. Ob diese Veranstaltung wirklich stattfinden kann, ist aber noch offen. Am Dienstag soll ein erstes Gespräch mit Pegida stattfinden. Darin gehe es unter anderem um die Verfügbarkeit des Platzes und Fragen wie den Aufbau einer Bühne und einer Leinwand. Die Veranstaltungsfläche in der Flutrinne ist kein öffentliches Gelände sondern Eigentum der Messe Dresden.

Neue Zählmethode wird zum Flop

Die neue Zählmethode, mit der Pegida nachweisen will, dass deutlich mehr Teilnehmer zu den Kundgebungen kommen, als Polizei und Medien berichten, hat am Montagabend nicht funktioniert. Helfer des Dresdner Anwalts Jens Lorek standen dafür mit Blechtonnen auf der Wilsdruffer Straße, um von jedem Teilnehmer „eine Münze, einen Knopf oder einen Goldbarren" einzusammeln. Anhand der Summe der Münzen sollte schließlich die Teilnehmerzahl ermittelt werden. Schon vor dem Start des Pegida-Aufmarschs warfen aber Einzelpersonen mehrere Münzen in die Tonnen, auch danach war unklar, ob wirklich jeder Teilnehmer nur eine Münze abgab. Selbst Polizisten im Einsatz bekundeten Pegida-Sympathien. So gab es aus dem Führungsfahrzeug des Aufmarschs ebenfalls eine Teilnehmermünze.

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Mit Tonnen wollte Pegida Teilnehmer zählen. Doch längst nicht jeder warf nur eine Münze in die Behälter.

Quelle: DNNOnline

Pegida selbst sprach am Abend von 18.000 Teilnehmern. Näher dran war ein Pegida-Sympathisant, der die ankommenden Demonstranten beobachtete. Er sprach kurz vor Ende des Zuges selbstsicher von rund sechs Menschen pro Sekunde, und das über die Zeit von 20 Minuten. Dies wären etwa 7200 Teilnehmer.

cs / sl

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