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Pilzsammler finden „Uran“-Eimer im Erzgebirge und lösen Großeinsatz aus

Radioaktive Strahlung Pilzsammler finden „Uran“-Eimer im Erzgebirge und lösen Großeinsatz aus

Aufregung im Erzgebirge: In einem Waldgebiet haben drei Pilzsammler einen Behälter mit dem Aufdruck „Uran“ entdeckt. Die Männer brachten den radioaktiv strahlenden Eimer zur Polizei – und lösten damit einen Großeinsatz aus.

Pilzsammler haben im Erzgebirge einen Behälter mit dem Aufdruck „Uran“ gefunden – und lösten damit einen Großeinsatz aus.
 

Quelle: Niko Mutschmann

Eibenstock/Chemnitz.  Da bekommt der Begriff „Atompilz“ gleich eine neue Bedeutung: In einem Waldgebiet im Erzgebirge haben drei Pilzsammler einen Behälter mit dem Aufdruck „Uran“ entdeckt, in dem sich leicht radioaktives Material befand. Zusammen mit einem Forstmitarbeiter brachten die 28 und 29 Jahre alten Männer den Fund am Mittwoch zur Polizei in Eibenstock (Erzgebirgskreis) – und lösten damit einen Großeinsatz der Feuerwehr aus.

Vorsichtsmaßnahmen: Auch die Feuerwehrleute werden mit dem Geigerzähler untersucht.

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Die Sammler hatten den roten Plastikeimer bei Carlsfeld, einem kleinen Ort an der tschechischen Grenze zwischen Klingenthal und Johanngeorgenstadt, entdeckt. Wie die Polizeidirektion Chemnitz mitteilte, enthielt er einen weiteren Behälter, vermutlich aus Blei, mit dem Aufdruck „Uran“. Die Finder luden die strahlende Fracht in ihr Auto und fuhren damit gegen 16.15 Uhr zum Polizeirevier. Dort erkannten die Beamten sofort den Ernst der Lage und alarmierten die Feuerwehr. Ein Gefahrgutzug mit rund 50 Einsatzkräften rückte an, sperrte den Bereich um die Polizeistation ab und baute eine mobile Dekontaminationsanlage auf.

Der Eimer mit dem radioaktivem Material

Der Eimer mit dem radioaktivem Material.

Quelle: Niko Mutschmann

Laut ersten Messungen war die radioaktive Strahlung so gering, dass sie nicht schädlich für die Gesundheit ist. Vorsorglich wurden die drei Männer und der 29-jährige Forstarbeiter, welcher ebenfalls ungeschützt Kontakt mit dem Behälter hatte, von Rettungskräften vor Ort versorgt. Ob der Eimer tatsächlich Uran oder ein anderes radioaktives Material enthielt, muss noch untersucht werden. Möglicherweise handelte es sich bei dem Fund um ein Überbleibsel der Wismut. Bis zur Wende hatte das Bergbauunternehmen im Erzgebirge Uran abgebaut, woraus unter anderem Pellets für Atomkraftwerke hergestellt wurden.

Der Eimer wurde von der Polizei sichergestellt und soll nach eingehenden Untersuchungen von einer Spezialfirma entsorgt werden. Es werde nun ermittelt wegen des unerlaubten Umgangs mit radioaktiven Stoffen und anderen gefährlichen Stoffen und Gütern.

Von nöß

Eibenstock/Chemnitz 50.494986 12.599639
Eibenstock/Chemnitz
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