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Prozess um „Oldschool Society“ - Verteidigung fordert Freisprüche

Prozess um „Oldschool Society“ - Verteidigung fordert Freisprüche

Nach dem Willen ihrer Verteidiger sollen die Mitglieder der rechtsextremen Gruppierung „Oldschool Society“ freigesprochen werden. Die Bundesanwaltschaft wirft die Bildung einer terroristischen Vereinigung vor. Ein Urteil wird Ende März erwartet.

Im Prozess um die Mitglieder der rechtsextremen „Oldschool Society“ wird ein Urteil Ende März erwartet.

Quelle: dpa

München/Leipzig. Die Mitglieder der rechtsextremen „Oldschool Society“ im Münchner Terrorprozess sollen nach dem Willen ihrer Verteidiger freigesprochen werden. Diese Gruppierung mit Mitgliedern aus Sachsen sei nicht mehr als eine Ansammlung unsympathischer, radikaler, vereinsamter Menschen, die im Leben wenig zustande gebracht hätten, sagte der Rechtsanwalt Marc Duchon am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht München. Er forderte für seine 24-jährige Mandantin aus Sachsen einen Freispruch. Wie bereits seine Kollegen am Dienstag zweifelte er die Fähigkeit der Angeklagten an, einen koordinierten Anschlag auf Einrichtungen wie Asylbewerberheime zu planen und durchzuführen.

Die Bundesanwaltschaft wirft den Angeklagten aus der Neonazi-Szene die Bildung einer terroristischen Vereinigung vor. In ihrem Plädoyer hatten die Ankläger Haftstrafen zwischen viereinhalb und sieben Jahren gefordert. Sie stützten sich dabei unter anderem auf Chats in Kurzmitteilungsdiensten und auf abgehörte Telefongespräche.

Rädelsführer waren in ihren Augen der in Augsburg wohnende Präsident der Gruppe und sein Stellvertreter aus dem sächsischen Borna. Schriftführerin war die 24-Jährige aus Sachsen, ein 48-Jähriger aus Bochum sollte Pressesprecher der Gesellschaft sein. In der Gruppe seien sie aber über bloßes Gerede nie hinaus gekommen, hatte das Quartett im Prozess stets betont. Auch die Verteidiger bewerteten Gespräche etwa über den Einsatz von Sprengstoff als Gewaltfantasien, deren Umsetzung nicht geplant gewesen sei.

Die Angeklagten waren im Mai 2015 im Vorfeld eines geplanten Treffens im sächsischen Borna festgenommen worden, weil Ermittler einen Anschlag befürchteten. Zwei von ihnen sollen laut Anklage Sprengkörper mit großer Sprengkraft besorgt haben. Anschließend sei am Telefon darüber beraten worden, wie die Gefährlichkeit etwa mit Nägeln oder Brennstoff erhöht werden könne.

Der Prozess wird am 9. März fortgesetzt. Dann soll das letzte Plädoyer gehalten werden. Ein Urteil könnte Mitte März gesprochen werden.

LVZ

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