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Prozessauftakt um Kofferraumleiche: Unfall auf A14 brachte Polizei auf Spur

Prozessauftakt um Kofferraumleiche: Unfall auf A14 brachte Polizei auf Spur

Sieben Monate nach dem Fund einer Leiche in seinem Kofferraum muss sich seit Freitag ein 23-Jähriger wegen Mordes aus Heimtücke vor dem Landgericht Magdeburg verantworten.

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Sieben Monate nach dem Fund einer Leiche in seinem Kofferraum muss sich seit Freitag ein 23-Jähriger wegen Mordes aus Heimtücke vor dem Landgericht Magdeburg verantworten.

Quelle: dpa

Magdeburg. Bei dem 27- jährigen Opfer handelte es sich um den Ex-Partner der Freundin des Angeklagten. Der Frau wird Strafvereitelung vorgeworfen, weil sie bei der Beseitigung der Leiche geholfen haben soll. Der Tote war am 12. Dezember 2009 im Kofferraum des Wagens entdeckt worden, nachdem das Auto auf der A14 bei Halle in die Leitplanken gerutscht war.

Der 23 Jahre alte Angeklagte hatte den tödlichen Stich ins Herz in Vernehmungen als Notwehrhandlung bezeichnet, die Frau schweigt. Zum Prozessauftakt machten beide keine Angaben zu den Vorwürfen.

Laut Anklage lernten sich die Angeklagten 2008 im Internet kennen und später auch lieben. Im Juli 2009 trennte sich die 21-Jährige von ihrem damaligen Freund, mit dem sie zwei Kinder hat. Der Mann soll sie immer wieder misshandelt haben, auch sexuell. Der Angeklagte beschloss deshalb, den 27-Jährigen mit einem selbst gebastelten Elektroschocker zu töten, vermuten die Ermittler.

Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Frank Baumgarten lauerte der 23- Jährige seinem späteren Opfer am Morgen des 11. Dezember 2009 vor dessen Haus in Magdeburg auf. Als dieser die beiden Kinder in den Kindergarten brachte, ging der Angeklagte laut Anklage mit dem Schlüssel der Frau in die Wohnung. Bei der Rückkehr soll der 23- Jährige dem Mann einen Stromschlag am Kopf verpasst haben. „Der Mann zwar bewusstlos, aber nicht tot“, sagte Baumgarten. Vermutlich in Panik habe der 23-Jährige den leblosen Körper dann nackt in die Badewanne gelegt und achtmal mit einem Küchenmesser zugestochen.

Danach habe er die 21-Jährige angerufen und in die Wohnung bestellt, sagte Baumgarten. Beide hätten die Leiche in Decken und Müllsäcken verpackt. In der folgenden Nacht sei der Angeklagte mit der Leiche im Kofferraum losgefahren, um sie an einem unbekannten Ort zu entsorgen. Doch auf der Autobahn 14 bei Halle geriet er in die Leitplanken - und die Polizei stieß auf die Leiche im Kofferraum. Das Gericht will an 15 Verhandlungstagen 34 Zeugen befragen. Vater, Mutter und Schwester des Getöteten treten in dem Verfahren als Nebenkläger auf. Der Prozess wird am 4. August fortgesetzt.

Erst am 4. Juli wurde bei einem Zusammenstoß zweier Autos in der Nähe von Dolle (Bördekreis) ebenfalls eine Leiche im Kofferraum gefunden. Dabei handelte es sich um die Frau eines Polizisten, der den Unfall verursacht haben soll. Vermutet wird auch, dass er seine Partnerin zuvor getötet hatte. Die 27-jährige Fahrerin des anderen Autos kam bei dem Zusammenstoß ebenfalls ums Leben.

dpa

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