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Ramelow: Kriminalisierung von Cannabis bringt nichts

Ramelow: Kriminalisierung von Cannabis bringt nichts

Thüringens Linke-Fraktionsvorsitzender Bodo Ramelow kann sich vorstellen, dass Cannabis künftig über Apotheken abgegeben wird. „Die Kriminalisierung, die es bisher gibt, ist lächerlich und muss aufhören“, sagte Ramelow im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

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Die Linke will den Konsum von Cannabis durch Cannabis-Clubs legalisieren. Foto: Torsten Leukert / Archiv

Quelle: dpa

Erfurt. Er teilt die Auffassung der Bundestagsfraktion der Linke, dass Haschisch freigegeben werden sollte. „Damit würde Cannabis den Drogenhändlern entzogen. Es geht mir nicht darum, freien Zugang zu ermöglichen“, sagte Ramelow.

CDU-Generalsekretär Mario Voigt warf der Linken vor, Drogen zu verharmlosen. Das sei mit Blick auf die Jugend verantwortungslos.

„Aber die Kriminalitätshysterie hat den Drogenkonsum in Deutschland nicht begrenzt“, sagte der Fraktionschef der Linken. Das Verbot sollte fallen, gleichzeitig müsste die Drogen- und Alkoholprävention sowie Aufklärung vor allem für junge Leute verbessert werden. Der Jugendschutz gehöre natürlich beachtet. „Der Staat kann aber nicht beim Trinken wegschauen und bei Cannabis schreien.“

Ramelow sprach sich für eine „geordnete Abgabe“ von Haschisch aus. Aus seiner Sicht seien auch Apotheken ein Weg. „Auch chronisch Schmerzkranke, die Cannabis brauchen, fallen bisher unter die Hysterie“, sagte er. Es gebe solche Fälle auch in Thüringen. Der Linken-Politiker vertrat die Ansicht, dass sich bei einer Cannabis-Freigabe der Konsum dieser Droge allein dadurch verringern würde, „weil sie dann den kriminellen Strukturen entzogen ist“.

Die Bundestagsfraktion der Linken hatte vorgeschlagen, den Besitz von 30 Gramm getrocknetem Cannabis zu erlauben und Clubs zum Anbau der Pflanzen zu schaffen. Bei einer Anhörung im Bundestag in dieser Woche hatte die Forderung der Linken zu Kontroversen auch unter Fachleuten gesorgt. Das Verbot wird damit begründet, dass Cannabis zu physischer und psychischer Abhängigkeit führe und häufig eine Einstiegsdroge sei.

Simone Rothe, dpa

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