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Reaktion auf Pegida: 35.000 Menschen bei Kundgebung für Weltoffenheit in Dresden

Reaktion auf Pegida: 35.000 Menschen bei Kundgebung für Weltoffenheit in Dresden

Tausende Menschen haben am Samstag vor der Dresdner Frauenkirche für Weltoffenheit und Mitmenschlichkeit demonstriert. Die sächsische Staatskanzlei sprach von rund 35 000 Teilnehmern der Kundgebung.

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Bis zu 35 000 Menschen kamen vor die symbolträchtige Frauenkirche um für ein weltoffenens Dresden zu demonstrieren.

Quelle: Arno Burgi

Dresden. „Wir lassen uns durch Hass nicht spalten“, erklärte Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) zu Beginn der Veranstaltung. Die Menschen füllten den Neumarkt, standen gedrängt bis zum Vekehrsmuseum und dem Kulturpalast.

„Wir müssen heute und hier zusammenstehen. Nicht gegen irgendetwas oder irgendjemanden. Nicht als Protest und nicht als Widerstand. Wir stehen hier zusammen für Dresden, für Sachsen und für alle, die hier leben. Für Menschen egal, ob sie hier in Deutschland, Europa, Afrika oder Asien geboren wurden. Egal, ob sie Christen, Juden, Hindus oder Muslime sind. Wir lassen uns durch Hass nicht spalten", so die Oberbürgermeisterin der Stadt.  Dresden sei mehr als der Ort, in dem Menschen aus Angst vor anderen Religionen und anderen Werten Woche für Woche auf die Straße gehen.

Auch Schlagersänger Roland Kaiser, eng verbunden mit Dresden, stand auf der Bühne und ergriff das Mikrophon. "Die Bilder der vergangenen Wochen die aus Dresden in die Welt gehen, spiegeln nicht das Bild der Stadt wieder, wie ich sie über viele Jahre kennen lernen durfte", so Kaiser, der regelmäßig in Dresden die Konzertreihe Kaisermania veranstaltet. "Ich stehe heute hier, um meinen Standpunkt zu vertreten, dass kulturelle und ethnische Vielfalt auch eine Chance in sich birgt", sagte Kaiser und setzte sich unter anderem für eine humanere Flüchtlingspolitik ein. Er dankte den Zuhörern für Kommen, die damit ein Zeichen der Zuammengehörigkeit setzten.

Der Sprecher des Islamischen Zentrums Dresden, Khaldun Al Saadi, warb für eine Toleranz der Religionen und sprach über die alltäglichen Probleme, mit der Muslime in Sachsen konfrontiert seien. "Es ist nicht in Worte zu fassen, wenn die eigene Mutter - eine gebürtige Sächsin - Opfer von Hass und Intoleranz wird." Ständig lebe man als Muslim in der Defensive, nur um sich und seine Religion erklären zu müssen, so Al Saadi. Zuvor hatte das Islamische Zentrum Dresden für ein Miteinander der Dresdner appeliert und den Terrorakt in Paris verurteilt.

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Am Samstag haben in Dresden 35.000 Menschen für Weltoffenheit demonstriert.

Quelle: DNNOnline

Die Pegida-Demonstrationen hätten weltweit für Aufsehen gesorgt, erklärte Ministerpräsident Tillich in seiner Rede. Von den 35.000 Menschen gehe nun eine eindeutige Botschaft aus: „Wir sind freiheitsliebend und demokratisch, weltoffen und tolerant, mitmenschlich und solidarisch.“ Tillich verwies darauf, dass es Grenzen des politischen Anstands gebe: „Wer gegen alles Fremde polemisiert und Ängste gegen Ausländer, Flüchtlinge und Asylsuchende schürt, mit dem lässt sich nicht sachlich reden.“ Der Regierungschef machte zudem mit Blick auf die jüngsten Terroranschläge in Paris deutlich, dass es „null Toleranz gegenüber politischen und religiösen Extremisten und Gewalt“ gebe.

Als Reaktion auf die wöchentlichen Pegida-Demonstrationen in der Landeshauptstadt hatte Orosz gemeinsam mit Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) zu der Aktion aufgerufen. Trotz des stürmischen Wetters war der Platz vor der Frauenkirche gefüllt. Kirchen, Verbände, Kulturinitiativen und Vereine unterstützten die Kundgebung für Weltoffenheit und Mitmenschlichkeit.

dbr/dpa

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