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Rechtsextreme in Sachsen breiten sich weiter aus: Immer mehr Szene-Treffpunkte

Anstieg um 60 Prozent Rechtsextreme in Sachsen breiten sich weiter aus: Immer mehr Szene-Treffpunkte

Die Rechtsextremisten in Sachsen breiten sich aus. Im Freistaat gibt es immer mehr Szenetreffpunkte. Die Zahl der rechten Lokale stieg im Vorjahr um 60 Prozent. Die meisten davon gibt es in Dresden.

Ein Teilnehmer einer Kundgebung der rechtsextremen Kleinpartei «Die Rechte», hält am Bahnhof in Bautzen eine Fahne «Nationaler Widerstand Bautzen» in den Händen. (Archivbild)

Quelle: dpa

Dresden. Die rechtsextreme Szene in Sachsen verfügt über immer mehr Treffpunkte. Im vergangenen Jahr konnte sie landesweit auf 45 Objekte zugreifen - 60 Prozent mehr als im Jahr zuvor, teilte Kerstin Köditz, Extremismusexpertin der Linken im Landtag, am Dienstag mit. Der Wert markiere zugleich den höchsten Stand seit Jahren. In der Hälfte der Fälle (23) hätten die Rechten eine grundsätzliche Zugangsmöglichkeit, also zum Beispiel einen eigenen Schlüssel oder auch einen regulären Mietvertrag. Köditz hatte die Angaben über eine Kleine Anfrage im Parlament ermitteln lassen.

Aus der Antwort des Innenministeriums geht hervor, dass sich drei Objekte in kommunalen Eigentum befinden und jeweils öffentliche Gaststätten beherbergen. Die meisten Treffpunkte gibt es in Dresden (10). Es folgen der Vogtlandkreis (5), die Stadt Leipzig sowie die Landkreise Görlitz, Leipzig, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Zwickau (je 4). Dahinter rangieren die Stadt Chemnitz und der Landkreis Bautzen (je 3) sowie die Landkreise Meißen (2), Erzgebirge und Nordsachsen (je 1). Für Mittelsachsen ist kein Treffpunkt ausgewiesen.

„Wie bereits unsere Große Anfrage zur extremen Rechten zeigte, fielen in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 62 solcher Treffobjekte auf, die zum Teil auch im Freien liegen“, betonte Köditz. Offenbar könne ein großer Teil dieser Anlaufpunkte nicht nur über einen längeren Zeitraum erhalten werden. Es gelinge sogar eine sukzessive Ausweitung des Bestandes: „Besonders deutlich wird das am Fall Dresden, hier waren zuletzt gleich sieben weitere Objekte hinzugekommen. Der Aufbau neuer Strukturen geht dort offenbar mit der Erschließung zusätzlicher Infrastruktur einher.“

LVZ

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