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Rechtsextremismus: Zwei verdächtige Mordfälle in Sachsen bekannt geworden

Rechtsextremismus: Zwei verdächtige Mordfälle in Sachsen bekannt geworden

In Sachsen könnte es zwei Mordfälle aus der Nachwendezeit geben, deren rechtextremistischer Hintergrund bislang nicht bekannt war. Das geht aus Daten des Innenministeriums für den sächsischen Landtag hervor, die den "Dresdner Neuesten Nachrichten" vorliegen.

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Quelle: Tanja Tröger

Dresden. Nach Bekanntwerden der Morde des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) hatte Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) die Beteiligung des Freistaats an einer bundesweit geplanten Überprüfung bislang ungelöster Verbrechen angekündigt.

Dabei geht es um die Analyse – auch versuchter – Delikte wie Mord und Totschlag auf einen möglicherweise rechtsextremistisch motivierten Hintergrund. Nach den Angaben aus dem Innenministerium, die Ressortchef Ulbig auf Anfrage des Grünen-Abgeordneten Miro Jennerjahn vorlegt, sind in Sachsen 190 Fälle aus den Jahren 1990 bis 2011 überprüft worden. Mit neun Morden und sieben Totschlagsfällen stammten die meisten Delikte aus dem Jahr 2009.

Von den 190 Fällen seien zwei Mordtaten von 1995 und 2004 „als relevant erachtet und dem Bundeskriminalamt gemeldet worden", schreibt Ulbig an den Landtag. Dies bedeute jedoch noch nicht, dass es sich dabei tatsächlich um rechtsextremistisch motivierte Straftaten handelt. Die Untersuchungen auf Bundesebene dauerten an und sollen im Laufe dieses Jahres abgeschlossen sein. Bundesweite Zahlen über Verdachtsfälle lägen dem sächsischen Innenministerium nicht vor, hieß es. Jennerjahn hatte in seiner Frage unter Berufung auf Medienberichte von bundesweit 3300 geprüften Fällen gesprochen, bei 746 Delikten sei eine mögliche politisch rechtsextreme Tatmotivation entdeckt worden.

I.P.

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