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Rechtsstreit um den Umbau des Dresdner Kulturpalastes - Begehung unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Rechtsstreit um den Umbau des Dresdner Kulturpalastes - Begehung unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat am Montagmittag die Begehung des Dresdner Kulturpalastes mit einem Sachverständigen begonnen. Nachdem der damalige Architekt des Gebäudes, Wolfgang Hänsch, die Stadt Dresden wegen des geplanten Umbaus verklagt hatte, soll der Sachverständige Architekturprofessor Gerd Zimmermann als Gutachter nun klären, ob der geplante Umbau tatsächlich Hänschs Urheberrecht am ursprünglichen Entwurf verletzt.

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Der Dresdner Kulturpalast - weiter gibt es Streit um den geplanten Umbau.

Quelle: Ulrich Löser

Dresden. Der 82-Jährige will den geplanten Umbau des Dresdner Kulturpalastes gerichtlich untersagen lassen. Das Verfahren wird vor dem Landgericht Leipzig geführt, das auf Urheberrechtsfälle spezialisiert ist. Vor dem Gebäude hatten zuvor etwa ein Dutzend Menschen vom Verein Dresdens Erben protestiert, und dabei dem Gutachter symbolisch den roten Teppich ausgerollt. Auch der Verein strebt einen Umbau im Bestand an, um die bestehende Struktur des Baus zu erhalten.

Allerdings ist momentan völlig unklar, ob und in welcher Form der Umbau überhaupt ausgeführt werden kann. Denn nachdem die Hoffnung auf EU-Fördermittel dahin ist, ist die Finanzierung des Projektes völlig unklar. So diskutieren die Stadtratsfraktionen mehrere Alternativen. Unter anderem wird überlegt, zu Gunsten des Kulturpalastes das Projekt Kulturkraftwerk Mitte zurückzustellen.

Am 31. Juli läuft für den Saal die Betriebsgenehmigung aus. Im März 2007 war er wegen Mängeln beim Brandschutz geschlossen, nach Reparaturen die Genehmigung aber verlängert worden. Kritiker des Umbaus befürchten eine Explosion der Baukosten - manche gehen von Kosten jenseits der 100-Millionen-Euro-Marke aus.

sl / tbh

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