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Rentenreport sagt deutlichen Anstieg der Altersarmut in Sachsen voraus

Rentenreport sagt deutlichen Anstieg der Altersarmut in Sachsen voraus

Sachsens ältere Bürger schlittern immer weiter in die Altersarmut. Der Anteil der Senioren, die mit Erreichen des Rentenalters mit Armut rechnen müssen, werde voraussichtlich von neun Prozent im Jahr 2009 auf mehr als 20 Prozent in etwa 15 Jahren steigen, geht aus dem ersten Rentenreport der Volkssolidarität Sachsen hervor.

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Die Volkssolidarität sagt in ihrem Rentenreport eine deutlich wachsende Altersarmut voraus.

Quelle: dpa

Dresden. Dieser wurde vom Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrum Berlin-Brandenburg erarbeitet und am Freitag in Dresden vorgestellt. Gründe seien unter anderem die hohe Arbeitslosigkeit der vergangenen Jahre sowie die vielen prekären Arbeitssituationen wie Zeitarbeit, Minijob und Niedriglohn, aber auch die Gesetzgebung.

Diese Menschen könnten auch kaum privat fürs Alter vorsorgen, sagte der Vorsitzende der Volkssolidarität Sachsen, Olaf Wenzel. Deshalb verschärfe unter anderem die gesetzliche Absenkung des Rentenniveaus im Vergleich zum Durchschnittseinkommen von derzeit 52 auf 43 Prozent im Jahr 2030 die Altersarmut. „Wir fordern, dass die Regierung ihre Entscheidungen zur Rente noch einmal überdenkt. Wir wollen eine Rente, die den Lebensstandard sichert.“ Bürger müssten zumindest die Chance haben, tatsächlich privat etwa durch Riestern vorsorgen zu können. „Das ist derzeit nicht gegeben.“

Derzeit sei die Altersarmut in Sachsen zwar noch relativ gering, weil viele ältere Menschen von ihrer kontinuierliche Erwerbsbiografie in der DDR profitierten, sagte Wenzel. Dem Bericht zufolge lag die durchschnittliche Altersrente von Frauen 2009 bei monatlich 705 Euro, bei Männern bei 1080 Euro. Künftige Generationen würden aber etwa wegen Ausbildung, Arbeitslosigkeit, Kindererziehung oder Pflegezeiten kaum mehr auf die geforderten 45 Arbeitsjahren kommen, sagte Wenzel. „Die großen Probleme stehen uns noch bevor.“

dpa

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