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Rittergut von Neonazi Karl-Heinz Hoffmann kommt erneut unter den Hammer

170.000 Euro Schulden Rittergut von Neonazi Karl-Heinz Hoffmann kommt erneut unter den Hammer

Das Amtsgericht Leipzig startet einen zweiten Versuch, das Rittergut des Neonazis Karl-Heinz Hoffmann zu versteigern. Beantragt hatte die Zwangsversteigerung der Abwasserzweckverband Whyratal, bei dem der Rechtsextremist hohe Schulden hat. Nach einer ersten Versteigerung hatte der Erwerber den Kaufpreis nicht entrichtet.

Das Gut in Kohren-Salis von Neonazi Karl-Heinz Hoffmann (Archivbild)

Quelle: dpa

Eigentlich schien schon alles über die Bühne gegangen zu sein: Im Januar vergangenen Jahres wurde das Rittergut des Rechtsextremisten Karl-Heinz Hoffmann in Kohren-Sahlis (Landkreis Leipzig) für 160 000 Euro an einen Bieter aus Oberhausen verkauft. Doch der Käufer ließ die Frist zur Zahlung des Kaufpreises verstreichen, ohne das Geld zu überweisen. Deshalb beantragte der Abwasserzweckverband Whyratal, bei dem Hoffmann mit mindestens 170 000 Euro in der Kreide steht, eine erneute Versteigerung des unter Denkmalschutz stehendes Ensembles. Diese wurde vom zuständigen Amtsgericht Leipzig auf kommenden Mittwoch (6. September, 09.00 Uhr) festgesetzt.

Die Versteigerung des mehr als 60 000 Quadratmeter großen Baudenkmals hatte im vergangenen Jahr unter keinem guten Stern gestanden. Damals war der Bieter nicht selbst vor Gericht erschienen, sondern hatte sich von einer Bevollmächtigten vertreten lassen. Diese sorgte nach dem Versteigerungstermin für einen Skandal. Auf die Frage nach der durch den Käufer geplanten Nutzung erklärte sie, dort solle ein Konzentrationslager entstehen.

Hoffmann besitzt das Rittergut Sahlis seit mehr als zehn Jahren. Er gehört seit den 1960er Jahren zu den bekanntesten Köpfen der Neonazi-Szene und saß mehrere Jahre in Haft. 1980 wurde die von ihm gegründete Wehrsportgruppe Hoffmann verboten. Das Rittergut sorgte vor einigen Jahren für Schlagzeilen, weil Hoffmann für die Sanierung des Guts staatliche Fördermittel erhalten hatte. Das Innenministerium erklärte damals in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linken, zwischen 2005 und 2010 seien rund 130.000 Euro geflossen.

dpa

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