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Rotwildsymposium in Moritzburg und Radebeul: Der König der Wälder braucht bessere Hege

Rotwildsymposium in Moritzburg und Radebeul: Der König der Wälder braucht bessere Hege

Die Deutsche Wildtier Stiftung sieht den Hirsch als König des Waldes ins Abseits gestellt. Auf einem Symposium wollen Experten von Donnerstag bis Samstag in Moritzburg und Radebeul bei Dresden über bessere Lebensbedingungen für diese Tiere beraten.

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Zwei stattliche Rothirsche vom Gut Hirschaue in Birkohlz unweit der brandenburgischen Ortschaft Beeskow. (Archivfoto)

Quelle: dpa

Moritzburg. Im Kern geht es darum, alle Nutzer des Waldes in Hegegemeinschaften zu bündeln und so einen Ausgleich teils widersprechender Interessen zu finden, sagte Tagungschef Andreas Kinser. Prinzipiell soll es dabei um alle Wildarten gehen.

Experten wie Kinser sehen den Hirsch durch behördliche Vorgaben eingeengt. „Die durchschnittliche Reviergröße liegt in Deutschland bei 250 Hektar, ein Rothirsch braucht mindestens das Zehnfache zum Leben.“ Im Laufe seines Lebens sei der Hirsch in vielen Revieren unterwegs. „Deshalb macht es Sinn, dass sich Pächter und Eigentümer mit allen Akteuren zusammentun und gemeinsame Regeln aufstellen.“ Viel zu oft werde der Rothirsch in der Forstwirtschaft als Schädling wahrgenommen. Folge sei eine zunehmende Bejagung der Tiere und eine damit einhergehende Reduzierung des Bestandes.

Kinser zufolge stehen aktuelle Regelungen im Gegensatz zur Lebensweise der Tiere. In fast der Hälfte der Bundesländer seien „Rotwildbezirke“ als Lebensraum definiert. „Außerhalb davon werden die Hirsche praktisch ausgerottet.“ Das krasseste Beispiel biete Baden-Württemberg. Das Land habe zwar einen Hirsch im Landeswappen, allerdings dürfe das Wappentier nur auf vier Prozent der Landesfläche leben.

Kinser erinnerte daran, dass erst der Mensch den Hirsch zum reinen Waldbewohner machte. Ursprünglich habe dieser in halboffener Landschaft gelebt und sich von Gräsern ernährt. Durch intensive Landnutzung sei der Wald zum Zufluchtsort geworden. „Fraßschäden“ im Wald - Wild knabbert an Trieben und Zweigen oder beschädigt mit den Zähnen die Rinde an den Bäumen - würden mit dem geringen Nahrungsangebot in diesem Lebensraum zusammenhängen. Forst- und Landwirte müssten es zulassen, dass Rotwild auch in der Agrarwirtschaft Nahrung aufnehmen könne.

Jörg Schurig, dpa

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