Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Sachsen-Anhalts BUND fordert Änderung von Stilllegungsplan für Atommülllager Morsleben

Sachsen-Anhalts BUND fordert Änderung von Stilllegungsplan für Atommülllager Morsleben

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Sachsen-Anhalt hat gefordert, die Schließungspläne für das Atommülllager Morsleben weitreichend zu ändern. „Der Erörterungstermin im Oktober hat einmal mehr gezeigt, dass das technische Konzept so nicht funktioniert“, sagte Landesgeschäftsführer Oliver Wendenkampf am Dienstag in Magdeburg.

Voriger Artikel
60-jährige Lotto-Spielerin aus Sachsen gewinnt 9,4 Millionen Euro
Nächster Artikel
Neue Welterbe-Ambition in Dresden: Stadtteil Hellerau soll von Unesco gewürdigt werden

In rund 500 Metern Tiefe lagern im Endlager für schwach und mittelradioaktiven Atommüll in Morsleben (Bördekreis) Fässer mit Atommüll. Insgesamt lagern hier knapp 37.700 Kubikmeter Atommüll aus Forschungseinrichtungen und früheren Kernkraftwerken.

Quelle: dpa

Magdeburg. So böte der Einsatz von Beton nicht die erforderliche Langzeitsicherheit. Der derzeitige Stilllegungsplan werde so keinen Bestand haben. Der BUND kritisierte zudem, dass das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bislang jede fachliche Alternativprüfung abgelehnt hat.

Während des zweiwöchigen Erörterungstermins in Oschersleben konnten Bürger und Vereine ihre Bedenken zur endgültigen Schließung des Atommüllendlagers vorbringen. Nach Angaben des Umweltministeriums in Magdeburg habe es besonders großen Nachfragebedarf zur Stabilität des alten Bergwerks und zu möglichen Wassereintritten gegeben.

Das Umweltministerium will die bei vorgebrachten Bedenken bei seiner Entscheidung für oder gegen die Stilllegung berücksichtigen. Damit wird nicht vor 2014 gerechnet. Morsleben ist das erste Endlager für radioaktive Abfälle, das in Deutschland atomgesetzlich stillgelegt werden soll. In dem Salzstock lagern in rund 500 Meter Tiefe etwa 37 000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle vor allem aus Atomkraftwerken.

Das Bfs will das alte Bergwerk fast vollständig mit Salzbeton verfüllen. Mit dem Verfahren soll eine Langzeitsicherheit von einer Million Jahren erreicht werden. Der BUND bezweifelt dies, da das Verfahren nach seiner Meinung zu wenig erforscht ist. Die Kosten für die Stilllegung betragen nach Angaben des BfS und 1,2 Milliarden Euro.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr

  • Farbspiele
    Die Sparkasse Leipzig sucht für Ihren Kalender 2018 farbenfrohe Fotos

    Beim Fotowettbewerb der Sparkasse Leipzig kann nun über die zwölf Kalendermotive abgestimmt werden. Das Voting endet am 31. August 2017. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr