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Sachsen-Anhalts Umweltminister Aeikens stimmt auf höhere Energiepreise ein

Sachsen-Anhalts Umweltminister Aeikens stimmt auf höhere Energiepreise ein

Der Atomausstieg wird nach Einschätzung von Sachsen-Anhalts Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU) zu höheren Strompreisen führen. „Der Verbraucher wird sich darauf einstellen müssen, dass Energie mehr kostet“, sagte er in einem Interview der „Magdeburger Volksstimme“ (Dienstag).

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Quelle: dpa

Magdeburg. „Der Ausstieg aus der Kernkraft wird einen Preis haben, nur weiß niemand seriös, wie hoch der sein wird.“

Einem neuen Atomendlager in Sachsen-Anhalt erteilte Aeikens eine Absage. „Da gibt es offenbar geeignetere Gegenden Deutschlands. Also stellt sich die Frage für uns nicht.“ Baden-Württembergs neue grün-rote Landesregierung hatte dagegen kürzlich in Erkundungen im eigenen Land eingewilligt und damit Bewegung in die bundesweite Endlager-Debatte gebracht. Während SPD-Landes- und Fraktionschefin Aeikens zustimmte und sagte „Wir sind nicht die Atommüllhalde der Bundesrepublik“, stößt der Vorstoß des Ministers bei der Opposition im Landtag auf Kritik.

„Mit dem Verbrauch von Atomstrom tragen auch wir in Sachsen-Anhalt dazu bei, dass jeden Tag neuer Atommüll produziert wird. Deshalb kann sich unser Bundesland nicht von einer ergebnisoffenen Suche nach einem Atommüll-Endlager ausklammern„, sagte Claudia Dalbert, die Fraktionschefin von Bündnis 90/Die Grünen, laut einem Bericht der Magdeburger „Volksstimme“ (Mittwoch) im Landtag.

Angelika Hunger, die energiepolitische Sprecherin der Linke-Fraktion, bewertete Aeikens Ablehnung laut dem Bericht als fachlich nicht nachvollziehbar. „Ich kenne keine Stellungnahmen von Geologen, in denen ein Atommüll-Endlager in Sachsen-Anhalt generell ausgeschlossen wird. Man kann doch nicht ernsthaft sich dafür aussprechen, überall in Deutschland nach Standorten zu suchen, aber nicht im eigenen Bundesland“, sagte sie.

Sachsen-Anhalt besitzt in Morsleben bereits ein Endlager, das aber nur für schwach- und mittelradioaktive Abfälle und damit nicht für alte Kernbrennstäbe zugelassen ist. Zurzeit läuft dort das Verfahren zur dauerhaften Schließung. „Wir bearbeiten zurzeit die etwa 15 000 Einwendungen“, sagte Aeikens dazu. Für Oktober oder November sei der Erörterungstermin geplant.

Aeikens sprach sich zugleich gegen den weiteren Ausbau von Biomasse als regenerativen Energieträger aus. „18 Prozent unserer Ackerflächen werden mittlerweile für die Energieerzeugung aus Biomasse genutzt. Damit decken wir gerade einmal zwei Prozent unseres Energiebedarfs“, sagte Aeikens. „Eine nachhaltige Steigerung kann nicht der Weg sein.“ Die Hauptaufgabe der Landwirtschaft müsse die Nahrungsmittelerzeugung bleiben.

dpa

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