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Sachsen begrüßt Initiative zum bundesweiten Verbot der Rockerbanden

Sachsen begrüßt Initiative zum bundesweiten Verbot der Rockerbanden

Das sächsische Innenministerium unterstützt den Vorstoß der Kollegen aus Sachsen-Anhalt, die rivalisierenden Rockerbanden Hells Angels und Bandidos bundesweit zu verbieten.

Leipzig. „Wir begrüßen die bisherigen Überlegungen des Innenministers und haben für ein mögliches Verbot entsprechende Kenntnisse aus Sachsen beigesteuert“, heißt es auf Anfrage von LVZ Online aus Dresden. Als Grund nannte Pressesprecher Frank Wend: „Von den Rockergruppierungen wie Hells Angels und Bandidos gehe auch in Sachsen eine Kriminalität aus, die wir in unserem Land nicht wollen.“

Die Initiative aus Sachsen-Anhalt war dem kürzlichen Verbot der Gruppen in Schleswig-Holstein gefolgt und ist im Zusammenhang mit einer heute beginnenden Tagung von Bund und Ländern zum Thema zu verstehen. Wie der sachsen-anhaltische Innenstaatssekretär Rüdiger Erben (SPD) in der Mitteldeutschen Zeitung am Dienstag erklärte, sei nach dem Verbot in Flensburg zu befürchten, dass die Banden auf andere Bundesländer auswichen.

Nach Schätzungen des sächsischen Landeskriminalamtes gibt es allein im Freistaat etwa 300 Mitglieder der wegen ihrer oftmaligen Missachtung von Recht und Gesetzt und Verstrickung in Drogenhandel und Prostitution in Fachkreisen auch Outlaw Motorcycle Gangs genannten Rockergruppen. Neben den berüchtigten Hells Angels und Bandidos in den Großstädten Leipzig, Dresden und Chemnitz wird auch der größte deutsche Motorradclub, der Gremium MC, mit Sitz in Plauen dazu gezählt.

In Leipzig hatten im vorigen Jahr mehrere Auseinandersetzungen zwischen den weltweit rivalisierenden Hells Angels und Bandidos für Schlagzeilen gesorgt. Weshalb sich die Bandidos hier inzwischen aufgelöst haben, ist bisher unklar. Keinesfalls dürfe daraus geschlussfolgert werden, dass die Konkurrenten damit „gewonnen“ hätten, warnte das LKA. Sicheres Indiz dafür sei der Auftritt eines Pulks Berliner Bandidos am 30. April auf der Leipziger Kleinmesse. Die rund 30 Rocker hatten auf dem Rummelplatz einen einschüchternden Auftritt hingelegt.

mpu/dpa

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