Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Sachsen bleibt auf Schulden für Landesbank sitzen - Klagen gegen Ex-Manager abgewiesen

Sachsen bleibt auf Schulden für Landesbank sitzen - Klagen gegen Ex-Manager abgewiesen

Im Streit um riskante Geschäfte von Ex-Managern der sächsischen Landesbank geht der Freistaat vorerst leer aus. Die 8. Zivilkammer des Landgerichts Leipzig wies am Freitag die Klage des Landes gegen drei Ex-Vorstände der Sachsen LB ab.

Voriger Artikel
Kritik von CDU bis Linke: Zu viele Spitzenbeamte mit West-Biografie
Nächster Artikel
Säumige Väter - Kommunen bleiben auf Kosten für Unterhaltsvorschüsse sitzen

Entscheidung vor Gericht beim Streit um die Landesbank.

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Das Land hatte rund 198 Millionen Euro verlangt. Gegen einen vierten Manager hatte es die Klage zurückgezogen, nachdem ein Vergleich ausgehandelt worden war.

Das sächsische Finanzministerium betonte, die Entscheidung des Gerichts sei noch nicht rechtskräftig. Die Entscheidungsgründe würden nun analysiert. Erst danach könne entschieden werden, ob der Freistaat Rechtsmittel einlegt.

Die Landesbank Sachsen war 2007 nach riskanten Geschäften ihrer irischen Tochter auf den US-Immobilienmärkten ins Trudeln geraten und fast in die Pleite gerutscht. Nur ein Notverkauf an die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) konnte das verhindern. Das Land Sachsen haftet mit bis zu 2,75 Milliarden Euro für Ausfälle. Bisher wurde schon rund eine Milliarde Euro fällig.

Das Gericht folgte der Argumentation des Landes nicht, dass schon die Entscheidung, ein spezielles Finanzkonstrukt einzurichten, eine Pflichtverletzung der Manager gewesen sei. Auch hätten damals alle relevanten Informationen über mögliche Risiken dieses so genannten Ormond-Quay-Programms vorgelegen. Es seien zwar Pflichtwidrigkeiten der Vorstände bei der Steuerung der Risiken festgestellt worden. Die Richter konnten aber keinen ursächlichen Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der Bank erkennen. Dazu hätten spätere Entscheidungen des Vorstands beigetragen, als die verklagten Manager nicht mehr dem Gremium angehörten. Ihre Nachfolger haben demnach unter anderem das Volumen des Geschäfts ausgeweitet, ohne die Risiken erneut zu prüfen.

dpa / maf

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr

  • Lachmesse Leipzig 2017

    Vom 15. bis 20. Oktober 2017 werden in Leipzig wieder massiv die Lachmuskeln gereizt. Über 180 Künstler kommen zur Lachmesse. mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr