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Sachsen lässt Flüchtlinge in Chemnitzer Zeltstadt campieren - Linke fordert Abhilfe

Sachsen lässt Flüchtlinge in Chemnitzer Zeltstadt campieren - Linke fordert Abhilfe

Die Linken im Landtag von Sachsen haben die provisorische Unterbringung von Flüchtlingen in der zentralen Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Chemnitz kritisiert.

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Ein Flüchtling in einem Zeltlager (Archivbild)

Quelle: dpa

Chemnitz. Einige von ihnen muss dort in Zelten campieren. Die Abgeordnete Freya-Maria Klinger sprach am Donnerstag von einem „nicht hinnehmbaren Zustand“. „Flüchtlinge berichteten, nachts sei es kalt und tagsüber könne man sich wegen unerträglicher Hitze nicht in den Zelten aufhalten“, sagte Klinger. Sie forderte die Landesregierung auf, schnellstmöglich für eine menschenwürdige Unterbringung zu sorgen. Die Einrichtung befindet sich im Chemnitzer Stadtteil Ebersdorf.

Nach Angaben der Landesdirektion Chemnitz - der die Zentrale Aufnahme untersteht - kann diese Einrichtung nur 720 Menschen in den vorhandenen Gebäuden aufnehmen. Zum Stichtag 1. August gab es aber etwa 1100 Betroffene. Zusätzlich habe man deshalb 164 Plätze in einem Hotel und 50 Plätze in einer Jugendherberge angemietet. Auf dem Gelände der Aufnahmestelle wurden 100 Plätze in Containern und 210 in Zelten eingerichtet. Entspannung erhofft sich die Behörde von einer Außenstelle in Schneeberg, die voraussichtlich ab Mitte August belegt werden kann und 280 Plätze haben soll. Laut Statistik wurden in Sachsen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 3176 Asylbewerber registriert, 1829 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

„In Zeiten verstärkter politischer und religiöser Verfolgung und Bürgerkriegen ist mit steigenden Flüchtlingszahlen zu rechnen  - nicht umsonst zählen Syrien und Russland (Tschetschenien) zu den derzeitigen Hauptherkunftsländern der Flüchtlinge, die auch in Sachsen ankommen“, erklärte Klinger. Darauf müsse die Landesregierung vorbereitet sein, schließlich hätten die Betroffenen laut Gesetz bis zu drei Monate in der Zentralen Einrichtung zu bleiben. Erst danach werden sie demnach auf die Kreisfreien Städte und Landkreise verteilt. Klinger forderte erneut eine dezentrale Unterbringung in Wohnungen. Dies helfe zugleich, den Wohnungsleerstand in Sachsen zu minimieren.

dpa

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