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Sachsen verkauft Kleingärten für rund 1,3 Millionen Euro - weitere Veräußerungen geplant

Sachsen verkauft Kleingärten für rund 1,3 Millionen Euro - weitere Veräußerungen geplant

Sachsen hat durch den Verkauf von landeseigenen Kleingartenflächen bisher rund 1,3 Millionen Euro eingenommen. Insgesamt hätten 22 Kommunen und Kleingartenverbände von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht und 70 Kleingartenanlagen übernommen, teilte der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit.

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Kleingärten werden in Sachsen momentan vom Freistaat verkauft.

Quelle: dpa

Dresden. Insgesamt standen 130 Anlagen zum Verkauf. Auch die 60 übriggebliebenen sollen wie geplant veräußert werden. „Auch ein Verkauf an Private kommt in Betracht“, sagte SIB-Sprecherin Andrea Krieger.

Dennoch müssten die Kleingärtner nicht befürchten, demnächst aus ihrem grünen Paradies vertrieben zu werden. Sie werden vom Bundeskleingartengesetz geschützt, das eine Nutzung der Flächen für Kleingärtner vorschreibe. Den Status ändern - die Flächen etwa als Bauland auszuschreiben - könne nur die Kommune.

Der Freistaat hat im vergangenen Jahr seine Kleingartenflächen zum Kauf angeboten, vorrangig Kommunen, Verbänden und Vereinen. Der Preis orientiert sich laut SIB an dem günstigen Pachtzins, der im Bundeskleingartengesetz vorgeschrieben ist - für etwa 1,25 Euro pro Quadratmeter wurden die Anlagen veräußert.

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Als Alternative gibt es auch Kleingartenparks.

Quelle: Guenther Hunger

Peter Paschke, Präsident des Landesverbandes der Kleingärtner, sieht den Verkauf gelassen. „Sachsens Kleingärtner sind sicher“, betonte er. Die Nachfrage in Ballungsräumen sei groß. Seit fünf Jahren zeichne sich der Trend ab, dass Familien mit Kindern verstärkt Schrebergärten pachten.

So liegt der Leerstand in Dresden bei weniger als zwei Prozent, in manchen Anlagen gibt es laut Stadtverband Dresdner Gartenfreunde sogar Wartelisten. „Viele junge Leute strömen in die Gärten, es zeichnet sich ein Generationenwechsel ab“, sagte Vorsitzender Frank Hoffmann. Statt englischem Rasen und abgezirkelten Beeten prägten nun vielerorts wilde Kräuter, bunte Blumen, Schaukeln und Baumhäuser das Bild. Dennoch gelte auch für die jungen Laubenpieper: Ein Drittel der Fläche muss mit Beeten und Bäumen bepflanzt sein.

Sachsenweit liegt der Leerstand nach Verbandsangaben zwischen 7 und 8 Prozent. Ausreißer sind Döbeln und Eilenburg mit einem Leerstand von rund 23 Prozent. Im nächsten Jahr soll mit einer Studie herausgefunden werden, wie Brachflächen besser genutzt werden können. Es gibt bereits zahlreiche Projekte, etwa Tafel- und Schulgärten sowie Senioren- und Behindertengärten.

Der Verband repräsentiert rund 210 000 Kleingärten. Rund eine Million Sachsen verbringen ihren Alltag regelmäßig in einer Parzelle. Mehr als die Hälfte sind Rentner oder Vorruheständler, das Durchschnittsalter liegt bei 59 Jahren. Die Kleingärtner bewirtschaften eine Fläche von rund 9000 Hektar. Pro Jahr sind für eine Parzelle etwa 250 Euro an Pacht fällig - je nach Größe etwas mehr oder weniger.

dpa

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