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Sachsen will mit Geld aus dem Hochschulpakt Studienqualität erhöhen

500 Millionen Euro Sachsen will mit Geld aus dem Hochschulpakt Studienqualität erhöhen

Sachsen wird immer mehr zu einer gefragten Adresse bei Studenten aus dem Westen. Nun will der Freistaat Geld aus dem Hochschulpakt von Bund und Ländern für eine neue Qualitätsoffensive nutzen.

Sachsen erhält vom Bund etwa 500 Millionen Euro und will das Geld für hohe Studentenzahlen und die Verbesserung des Studiums ausgeben.

Quelle: Andre Kempner

Dresden. Qualität statt Quantität: Sachsen erhält bis 2020 vom Bund etwa 500 Millionen Euro aus dem Hochschulpakt und will das Geld für konstant hohe Studentenzahlen und die Verbesserung des Studiums ausgeben. Das kündigte Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) am Donnerstag in Dresden an. Allein 53 Millionen Euro sollen dazu dienen, den Studienerfolg zu erhöhen. Die Hochschulen können das Geld beispielsweise für Vorkurse und eine gezielte Werbung bei Abiturienten ausgeben.

Nach dem Motto „Wer das für sich richtige Studium wählt, studiert auch nicht so lange“ soll sich zudem die Studiendauer verkürzen, womit insgesamt weniger Studenten im Hochschulsystem bleiben und die Betreuungsrelation besser wird. Rund 30 Millionen Euro zusätzlich gibt Sachsen für 20 weitere Plätze beim Medizinstudium in Leipzig und Verbesserungen an den Medizinischen Fakultäten in Dresden und Leipzig aus.

Auch 83 Stellen, die nach einer früheren Beschlussfassung 2016 eigentlich verschwinden sollten, werden mit Geld aus dem Hochschulpakt weiter finanziert. Der Hochschulpakt entstand 2007 und sichert den Ländern Bundesmittel zu, wenn sie eine bestimmte Anzahl von Studienplätzen bereithalten.

Grund waren Prognosen über steigende Zahlen bei Studienanfängern in den westlichen Bundesländern bei gleichzeitigem Rückgang der Abiturientenzahlen im Osten. Es wurde vor allem mit einer starken Nachfrage junger Leute aus dem Westen gerechnet, da mehrere Bundesländer das Abitur von 13 auf 12 Jahre verkürzten und so jeweils „doppelte“ Abiturjahrgänge an die Unis drängten. Zudem sorgte die Aussetzung der Wehrpflicht zeitweilig für einen Ansturm auf Studienplätze.

2020 läuft der Pakt aus. Von diesem Zeitpunkt an rechnet das Wissenschaftsministerium auch mit einer schrittweisen Reduzierung der Studentenzahlen, was nicht zuletzt eine Folge der demografischen Entwicklung ist. Momentan studieren rund 106 000 Frauen und Männer an den staatlichen Hochschulen des Freistaates. Im Jahr 2025 sollen es etwa 95 000 sein. Vor allem Universitäten werden betroffen sein, hieß es.

Die Fachhochschulen dagegen sollen auf dem heutigen Stand von gut 25 000 Studenten bleiben. „Wir möchten den Rückgang an Studenten bei gleichzeitig konstanten Personalstellen dazu nutzen, die Studienqualität zu verbessern“, sagte Stange. Mittlerweile hätten sich Vorzüge eines Studiums in Sachsen auch im Westen herumgesprochen. Während 2008 der Anteil der „West-Studenten“ bei nur neun Prozent lag, komme heute schon ein Viertel aller Studierenden von dort.

dpa

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