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Sachsens Innenminister will Hürden für Zuwanderung senken

Sachsens Innenminister will Hürden für Zuwanderung senken

Sachsens Regierung will die Hürden für Zuwanderer senken. Am Dienstag kündigte Innenminister Markus Ulbig (CDU) eine entsprechende Bundesratsinitiative an. Im Kern geht es darum, dass Berufstätige schon bei einem Jahreseinkommen von 40.000 Euro einen unbefristeten Aufenthaltstitel erhalten sollen.

Dresden. Derzeit sind es mehr als 60.000 Euro. Zum Vergleich: Nur 5 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland verdienen mehr als 55.000 Euro. Am Dienstag hatten bereits die Grünen auf Bundesebene niedrigere Einkommensgrenzen für Zuwanderer gefordert, um mehr Hochqualifizierte nach Deutschland zu holen.

„Wir brauchen diese Diskussion und eine bewusste, aktive Einwanderungspolitik“, sagte Ulbig der Nachrichtenagentur dpa. Das Thema sei in Deutschland jahrelang vernachlässigt worden. „Es ist gut, dass sich das jetzt ändert. Wir brauchen Zuwanderung und eine moderne Einwanderungspolitik ý das gilt für Deutschland und das gilt speziell auch für Sachsen.“ Die demografische Falle schnappe hier schneller zu als im Westen. In zehn Jahren würden in Sachsen 1,3 Millionen Menschen weniger leben als noch 1990. „Trotzdem wollen wir unseren Wohlstand erhalten und unsere Wirtschaft am Laufen halten.“

Ulbig erinnerte daran, dass der Fachkräftebedarf sächsischer Unternehmen bereits heute in einzelnen Branchen nicht gedeckt werden kann. Die Möglichkeiten zur Umschulung Langzeitarbeitsloser seien begrenzt. Gerade Ingenieure oder Ärzte seien nicht ohne Weiteres durch Weiterbildung zu gewinnen. „Deshalb brauchen wir gut ausgebildete Leute aus dem Ausland, die hier leben und sich einbringen wollen. Qualifikation und Integrationswille sind der Schlüssel, damit Zuwanderung zum Zugewinn wird.“ Allerdings stelle das Aufenthaltsgesetz große Hürden dar.

Nach Auffassung Ulbigs sollte zudem ausländischen Studenten an hiesigen Hochschulen der Übergang ins Berufsleben in Deutschland erleichtert werden. „Viele kluge Köpfe aus anderen Ländern haben bereits ein Leben in Sachsen begonnen. Über 10 000 ausländische Studenten lernen in sächsischen Hörsälen. Wir müssen ihnen Perspektiven bieten, damit sie auch nach Abschluss ihres Studiums bei uns bleiben.“

dpa

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