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Sachsens Kommunen suchen Wahlhelfer - Bislang 3200 Freiwillige in Leipzig

Sachsens Kommunen suchen Wahlhelfer - Bislang 3200 Freiwillige in Leipzig

Für die Bundestagswahl werden in Sachsen noch zahlreiche freiwillige Wahlhelfer gesucht. Zwischen 21.000 und 37.000 sollen am Wahlsonntag am 22. September im Einsatz sein, ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa.

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Wahlhelfer bei der Stimmenauszählung. (Archivfoto)

Quelle: dpa

Dresden/Leipzig. Per Internet, im Amtsblatt, über Aushänge in Straßenbahnen oder Zeitungsanzeigen werben Sachsens Kommunen derzeit um Helfer. In den Rathäusern geht man davon aus, dass genügend Ehrenamtliche gefunden werden.

„Es ist die Aufgabe der Kommunen, für ausreichend Freiwillige zu sorgen“, sagte Berenice König, Referatsleiterin Wahlen im Statistischen Landesamt. Rund 3,4 Millionen wahlberechtigte Sachsen sind am 22. September 2013 an die Wahlurnen gebeten. Von 8 Uhr 18 Uhr können sie in den rund 3700 Wahllokalen ihre Stimme abgeben, hinzu kommen noch 500 Briefwahlzentren. Damit alles korrekt vor sich geht und die vielen Stimmzettel pünktlich ausgezählt werden, sind Wahlhelfer unverzichtbar. „Eine immens wichtige Aufgabe“, sagte König.

Wahlhelfer kann grundsätzlich jeder werden, der mindestens 18 Jahre alt und deutscher Staatsangehöriger ist. Zudem muss er am Wahltag mindestens drei Monate im Wahlgebiet leben.

3200 registrierte Wahlhelfer in Leipzig - weniger Rückmeldungen in Dresden

Allein Dresden braucht für die 358 Urnenwahlbezirke und 105 Briefwahlbezirke rund 2900 Wahlhelfer. Etwa 2250 Freiwillige haben sich bereits gemeldet. „Wir schreiben ehemalige Wahlhelfer an und rufen in der Stadtverwaltung, in der Straßenbahn oder in der Bibliothek dazu auf“, sagte ein Stadtsprecher. Zwischen 20 und 50 Euro Entschädigung warten auf die Helfer. Während sich in den vergangenen Jahren ausreichend Ehrenamtliche gemeldet haben, läuft es in diesem Jahr allerdings eher schleppend. „Das liegt vermutlich an der Ferienzeit und auch daran, dass der Wahltag in der Urlaubszeit der Senioren liegt“, hieß es.

In Leipzig müssen 3100 Helfer in 320 Wahllokalen und 71 Briefwahlzentren Stimmzettel zählen. Bereits vier Monate vor Termin schreibt die Stadt ihre rund 4000 Stammhelfer an. Mit Erfolg: 3200 haben sich bisher registrieren lassen. Für den Wahleinsatz werden - je nach Funktion - 25 bis 45 Euro gezahlt. Finden sich nicht genügend Helfer, werden städtische Angestellte zwangsverpflichtet. Laut Stadt war das bisher nur einmal im Jahr 1994 der Fall.

In Chemnitz müssen insgesamt 161 Wahllokale besetzt werden, dafür werden insgesamt 1800 Freiwillige gesucht. Rund 1600 Ehrenamtliche haben sich bereits gemeldet. Sie müssen sich auf einen langen Tag einstellen: Während der Öffnungszeit passen sie auf, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Wenn die Lokale um 18 Uhr schließen, geht es ans Auszählen der Stimmzettel. „Gegen 20 Uhr ist der Dienst dann vorbei“, sagte eine Stadtsprecherin.

Politikwissenschaftler: Wichtiges Engagement für die Demokratie

Politikwissenschaftler Werner Patzelt, der an der Technischen Universität Dresden forscht, spricht von einer sehr verdienstvollen Aufgabe. „Würde es die ehrenamtlichen Wahlhelfer nicht geben, könnten wir die Wahl nicht ordnungsgemäß durchführen.“ Das Engagement sei wichtig für eine Demokratie. Allerdings sei das Ausmaß auch überschaubar: Es gehe alle paar Jahre um einen einzigen Tag. Dagegen hapere es bei dem dauerhaften Engagement für Politik, sagte Patzelt und verwies auf die sinken Mitgliederzahlen der Parteien.

Christiane Raatz, dpa

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