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Sachsens Mieter sparen - aber die Betriebskosten explodieren

Sachsens Mieter sparen - aber die Betriebskosten explodieren

In Sachsens Städten sind die Betriebskosten explodiert, und das obwohl die Mieter sparen und die Gebäude weitgehend energetisch saniert sind. Der Grund: Die Preise für Wasser, Abwasser, Müll, Gas und Grundsteuer liegen durchschnittlich erheblich über denen vieler Großstädte Deutschlands.

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In Sachsens Städten sind die Betriebskosten explodiert, und das obwohl die Mieter sparen.

Quelle: dpa

Leipzig. Zahlen die Berliner und Münchner im Schnitt 23,16 beziehungsweise 32,53 Euro pro Kubikmeter Müll, sind es in Sachsens Städten im Schnitt 54,27 Euro. Seit 2008 sind die Müllgebühren im Freistaat um acht Prozent gestiegen und liegen damit im Schnitt auch 20 Euro höher als beispielsweise in Halle, Rostock oder Potsdam. Ähnliches gilt laut einer Untersuchung des Verbandes Sächsischer Wohnungsgenossenschaften (VSWG) auch für Wasser und Abwasser. In Köln und in Frankfurt/Main werden 3,40 beziehungsweise 3,79 Euro pro Kubikmeter aufgerufen. In Sachsen sind es im Schnitt dagegen 5,16 Euro. Auch bei der Grundsteuer rangiert Sachsen laut VSWG weit vorn. Für seinen Vergleich untersuchte der Verband die Betriebskosten der jüngsten fünf Jahre in 72 Orten mit mehr als 10.000 Einwohnern und verglich sie mit ausgewählten Städten in Deutschland.

"Die größten Preiserhöhungen entstehen aktuell durch steigende Energiekosten und Steuern", sagt VSWG-Vorstand Axel Viehweger. Viele Mieter könnten auch aufgrund der nicht mitgewachsenen Haushaltseinkommen die höheren Kosten kaum bewältigen. Und die Vermieter schreckten vor weiteren Sanierungen zurück, weil sie die Kosten nicht mehr umlegen könnten. Er forderte deshalb mehr Wettbewerb und größere Transparenz der Versorgerpreise. Die Aussichten, bessere Preise bei den Versorgern auszuhandeln, seien für die Wohnungsgenossenschaften jedenfalls gering. "Die Spielräume sind längst ausgereizt."

Gravierend seien die Unterschiede auch innerhalb Sachsens. Bei der Studie konnten keine Aussagen zur Fernwärme gemacht werden, da die Preisblätter nicht öffentlich zugänglich sind. Ebenfalls nicht erhoben wurden Strompreise, da diese individuell ausgehandelt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.06.2013

Andreas Dunte

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