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Sachsens Polizei startet Pilotprojekt: Privater Einbruchschutz mit künstlicher DNA

Sachsens Polizei startet Pilotprojekt: Privater Einbruchschutz mit künstlicher DNA

Die Polizei in Ostsachsen will in den kommenden Wochen verstärkt für künstlich hergestellte DNA zum Schutz von Eigentum werben. Diese lackartige Flüssigkeit lasse sich einfach auf Wertsachen auftragen, die damit eine eindeutig identifizierbare Markierung erhielten, sagte der Leiter des Pilotprojekts in der Polizeidirektion Görlitz, Mario Steiner.

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Eine Polizistin liest mit einem speziellen Computermikroskop bei Schwarzlicht den DNA-Code aus.

Quelle: dpa

Görlitz. Die Methode könne Ermittlern helfen, Diebesgut dem rechtmäßigen Besitzer genau zuzuordnen. Sachsen sei nach Bremen und Brandenburg das dritte Bundesland, wo sich die neue Strategie zur Vorbeugung von Straftaten durchsetzen soll.

Die in Großbritannien entwickelte Methode sei bereits in den Niederlanden und in Belgien erfolgreich erprobt worden, sagte Steiner. Mit Faltblättern oder auf Veranstaltungen wie der Messe „Konvent’a“ an diesem Wochenende in Löbau wolle die ostsächsische Polizei gezielt über die Vorteile künstlicher DNA informieren. „Auch Täter sollen davon wissen.“ Wenn nämlich Warnplaketten an Haustüren oder Firmeneingänge darauf hinweisen, dass Eigentum dahinter markiert sei, könne das Diebe abschrecken. Das hätten die Erfahrungen der Kollegen in Bremen und Brandenburg gezeigt.

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Die so genannte Junk-DNA ist laut neuer Studien ein komplex vernetzter Steuerapparat.

Quelle: Angelika Warmuth

Beinahe alle Gegenstände aus dem privaten oder gewerblichen Umfeld ließen sich mit künstlicher DNA kennzeichnen, beispielsweise Heimelektronik, Schmuck, Werkzeuge, Baumaschinen oder Fahrzeugteile, sagte Steiner. Wer sich dazu entschließt, müsse grundsätzlich selbst investieren, ebenso wie in Sicherheitsschlösser, Wegfahrsperren oder Alarmanlagen. Ein Set mit Markierungsflüssigkeit und Warnaufkleber koste zwischen  80 und 100 Euro. Die Polizei stelle sich allerdings mit der entsprechenden Erkennungstechnik darauf ein.

In spätestens drei Wochen sollen die sechs Reviere, Autobahnpolizei sowie Fahndungsgruppen in den Landkreisen Görlitz und Bautzen mit speziellen UV-Licht-Taschenlampen ausgestattet sein, kündigte Steiner an. Damit können die fluoreszierenden Partikel in der künstlichen DNA zum Leuchten gebracht werden. Der Code in der einmaligen Substanzmischung jedes Sets lasse sich durch Mikroskop-Kameras bestimmen. Wenn markierte Gegenstände in einer Datenbank registriert sind, könne der Besitzer von Diebesgut rasch ermittelt werden. #

dpa

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