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Sachsens Schlösser und Gärten müssen sparen

Sachsens Schlösser und Gärten müssen sparen

Sachsens Schlösser, Burgen und Gärten richten sich auf magere Zeiten ein. Angesichts sinkender Zuschüsse müssen die zum Staatsbetrieb gehörenden Prachtimmobilien sparen.

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Hintergrund: Schlösserland Sachsen

Der Wallpavillion im Dresdner Zwinger.

Quelle: dpa

Dresden. „Die Situation wird nicht besser“, sagte Direktor Christian Striefler am Donnerstag in Dresden und kündigte Veränderungen an den Nutzungskonzepten an. So werden die Schlösser in Rochlitz und Colditz im derzeitigen Zustand konserviert und vorerst nicht mehr so ausgebaut wie anfangs geplant. Zudem denkt der Staatsbetrieb über reduzierte Öffnungszeiten nach. Manche Schlösser sollen nachts nicht mehr durchgehend angestrahlt werden, in der Gartenpflege sind gleichfalls Abstriche vorgesehen. Freie Stellen würden nicht mehr besetzt, hieß es.

Auch beim Geld für die Sanierung rechnet Striefler mit deutlichen Einschnitten. Das Ausmaß der Kürzungen vermochte er am Donnerstag noch nicht zu benennen. Allein in diesem Jahr muss er beim laufenden Betrieb rund 700 000 Euro einsparen. Striefler gab den eher düsteren Ausblick im Anschluss an eine vergleichsweise gute Bilanz für 2009. Denn mit etwa 2,2 Millionen Gästen - knapp 56 000 weniger als im Jahr zuvor - konnten die Schlösser, Burgen und Gärten trotz Krisenstimmung ihre Besucherzahl weitgehend stabil halten. Einnahmen von 7,8 Millionen Euro (plus 1 Prozent) standen Aufwendungen von 17,2 Millionen Euro gegenüber (plus 3). Die Baukosten beliefen sich auf 33 Millionen Euro. Seit 1991 sind es in Summe 408 Millionen Euro.

„Wir haben ein ordentliches Jahr hingelegt“, betonte Striefler. Den größten Besucherzuwachs konnte Schloss Moritzburg samt Fasanenschlösschen verbuchen. Die nun folgenden Einsparungen sollen so erfolgen, dass der Besucher möglichst wenig davon mitbekommt. Striefler zufolge sind Qualitätseinbußen aber unvermeidbar.

Internet: www.schloesserland-sachsen.de

dpa

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