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Sachsens Schulsystem weiter Spitze - Freistaat verteidigt Platz eins beim Bildungsmonitor

Sachsens Schulsystem weiter Spitze - Freistaat verteidigt Platz eins beim Bildungsmonitor

Sachsen hat weiterhin Deutschlands bestes Bildungssystem. Im bundesweiten Vergleich konnte der Freistaat seine Spitzenposition vor Thüringen und Baden-Württemberg behaupten.

Berlin/Dresden. Das geht aus dem am Donnerstag von der arbeitgeberfinanzierten Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Berlin veröffentlichten Bildungsmonitor 2010 hervor. „Die Studie zeigt, in Sachsen steht Qualität und Inhalt im Mittelpunkt von Bildungspolitik“, kommentierte Kultusminister Roland Wöller (CDU) laut Mitteilung in Dresden.

Laut Studie hat das Land Stärken in der Förderinfrastruktur, der Bekämpfung der Bildungsarmut und einer hohen Schulqualität. Zudem sei Sachsen nach wie vor Deutschlands Ingenieurschmiede. Verbesserungen seien indes bei der beruflichen Bildung und bei den Bildungsstandards im Fach Englisch nötig. „Verlässlichkeit und Stabilität ist unser Erfolgsrezept“, sagte Wöller. Das Ergebnis spreche dafür, dass der bisherige Weg der Richtige sei. Auf den Lorbeeren werde sich der Freistaat aber nicht ausruhen. „Ein erster Platz ist für uns kein Ruhekissen, sondern eine Verpflichtung.“

Zusammen mit Thüringen weist Sachsen die höchsten Ganztagsquoten in den Kindertagesstätten und Grundschulen auf. 2009 hatten 5,3 Prozent des Personals in Kitas einen Hochschulabschluss, seit 2002 wurde die Zahl der beschäftigten Akademiker von 300 auf 1500 erhöht. Laut Wöller erhalten 71 Prozent der Grundschüler durch Ganztagsangebote oder Hort eine qualifizierte Betreuung. Der Bundesdurchschnitt liege hier bei 19 Prozent.

Der Anteil der Ingenieure an allen Hochschulabsolventen war nirgends so groß wie in Sachsen, das damit zur Reduzierung des künftig stark steigenden Mangels an hoch qualifizierten technischen Fachleuten beigetragen habe. Wöller verwies darauf, dass die naturwissenschaftlichen Fächer in Sachsen rund ein Drittel der Stundentafel einnehmen und bis zum Abitur verpflichtend sind.    Angesichts der Erfolge in der Bildungspolitik könne der Freistaat zum Vorbild für andere Bundesländer werden, so der Bildungsmonitor. Er nutze bereits die Chancen des demografischen Wandels und reinvestiere durch sinkende Schülerzahlen freiwerdende Mittel ins Bildungssystem. Kinder und Jugendliche könnten so ohne öffentliche Mehrausgaben besser gefördert werden. Dieses Umschichtungspotenzial werde 2020 bundesweit 8,8 Milliarden Euro betragen. In Sachsen, wo die Schülerzahlen wieder steigen werden, könne das derzeitige Förderniveau dann nur mit einem Mehraufwand von knapp 123 Millionen Euro aufrechterhalten werden.

Kultusminister Wöller selbst sieht Defizite vor allem beim Thema Schulabbrecher. Bei den Mittelschulen liege der Anteil der Jugendlichen ohne Abschluss bei fünf Prozent. „Das ist zu viel.“ Die Leistungsbereitschaft dieser Jugendlichen müsse erhöht werden. Erfolgreiche Projekte wie Lerncamps seien ein Anfang. Auch die Situation in der beruflichen Bildung hat sich laut Studie gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert, liege aber noch immer leicht unter dem Bundesdurchschnitt. Dank des demografischen Wandels kehre sich der Ausbildungsstellenmarkt jedoch um und die Betriebe bekämen Schwierigkeiten, die offenen Lehrstellen zu besetzen.

Die Bildungsstudie wird seit 2004 vom Institut der deutschen Wirtschaft im Auftrag der Initiative erstellt. Sie analysiert das Bildungswesen der 16 Bundesländer anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren von der Vorschule über die Schule bis zur Universität. Die aktuelle Analyse beruht überwiegend auf Daten von 2008.

dpa

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