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Sachsens Universitäten sehen sich gut gerüstet - Viele Studenten aus dem Westen

Sachsens Universitäten sehen sich gut gerüstet - Viele Studenten aus dem Westen

Am 1. Oktober beginnt an Sachsens Hochschulen das Wintersemester. Rund 20.000 Studienanfänger werden dann die Unis neu bevölkern, vor allem die größten Hochschulen des Freistaats in Leipzig, Dresden und Chemnitz.

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Volles Haus an der Universität Leipzig: Die sächsischen Universitäten erwarten in diesen Tagen wieder einen Ansturm von Erstsemestern.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig/Dresden. Dort wie auch im Rest des Landes sieht man sich gut für die Neuankömmlinge vorbereitet.

„Die Räume werden wie alle Jahre gut ausgelastet sein“, sagt die Sprecherin der Technischen Universität Dresden (TUD), Kim-Astrid Magister. Kurzfristige Anmietungen stünden aber nicht an. An der TUD - der größten Uni im Freistaat und als Exzellenzuniversität auch bundesweit in den Top neun - gingen für das Wintersemester rund 44.500 Bewerbungen ein. „Wir rechnen aber nicht mit einem Anstieg der Erstsemesterzahlen im Vergleich zu den Vorjahren“, sagt Magister und verweist auf die Mehrfachbewerbungen. Im Wintersemester 2012/2013 waren reichlich 37.000 Studenten an der TUD eingeschrieben, mehr als zehn Prozent kamen aus dem Ausland.

Ein ähnliches Bild in Leipzig: Die räumliche Ausstattung der Uni sei ausreichend. Überlaufene Fächer gebe es keine, erklärt Sprecherin Susann Huster. In stark nachgefragten Studiengängen, die nicht ohnehin dem Numerus clausus (NC) unterlägen, würden die Plätze nicht verlost, sondern nach Kriterien wie Abiturdurchschnittsnote oder Wartezeit vergeben. Allein für das beginnende Wintersemester gingen mehr als 28.000 Bewerbungen für die NC-Fächer ein. Beliebteste Fachrichtungen: Psychologie, Kommunikations- und Medienwissenschaften sowie Lehramt für Grundschule und Gymnasium.

Die TU Chemnitz geht von rund 2500 Immatrikulationen wie vor einem Jahr aus. Für die 19 NC-Fächer gab es mehr als 9000 Bewerbungen. In den anderen der insgesamt 85 Studiengänge laufen die Einschreibungen noch. Neu in diesem Jahr ist ein Lehramtsstudiengang. Insgesamt studieren in der Industriestadt fast 11.000 junge Menschen.

Vor Bewerbern kaum retten kann sich auch die Dresdner Musikhochschule, die neben Bachelor- und Masterstudiengängen auch ein Staatsexamen Lehramt und - bei besonderer musikalischer Eignung - eine Meisterklasse anbietet. Nicht einmal jeder zehnte Bewerber kann auf einen Studienplatz hoffen: 1640 Bewerbungen gingen im Online-Verfahren ein - davon 828 aus dem Ausland. Dem stehen 145 zu vergebende Studienplätze gegenüber. Zusätzlich 10 Plätze werden durch das europäische Erasmus-Programm vergeben.

An der TU Bergakademie Freiberg haben die Studienanfänger ab der kommenden Woche die Möglichkeit, sich in Einführungs- und Orientierungswochen auf ihren Studienbeginn vorzubereiten. Nicht wenige Studenten hätten in naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern Schwierigkeiten, heißt es in der mittelsächsischen Hochschule, die sich mit ihrem Studienangebot auf die Rohstoffsicherung konzentriert. Den Erstsemestern werden deshalb kostenlose Vorbereitungskurse in Mathematik und Chemie angeboten.

Freie Studienplätze in technischen Fächern bietet noch die Hochschule Zittau/Görlitz an, die mit knapp 4000 Studierenden zu den kleineren Einrichtungen gehört. Wegen der Lage im Dreiländereck wird sie auch von Studenten aus Tschechien und Polen genutzt. Die Hälfte der Bewerbungen zum Wintersemester kam aber aus dem Westen Deutschlands.

Generell werden ostdeutsche Hochschulen bei Abiturienten aus dem Westen immer beliebter. Auch nach Sachsen zieht es immer mehr Studenten aus den alten Bundesländern. Auch wenn die Zahl 2012 mit 4804 „Wessis“ erstmals seit Jahren leicht rückläufig war, ist der Trend doch eindeutig: Seit 2005 stieg die Zahl der Erstsemester aus dem Westen um mehr als 150 Prozent. Viele Studenten in Sachsen kommen von noch weiter her: Laut Wissenschaftsministerium waren knapp ein Viertel der über 20.000 Studienanfänger 2012 Ausländer.

dpa

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