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Sachsens Väter sind bundesweit Spitze in Sachen Kinderbetreuung

Sachsens Väter sind bundesweit Spitze in Sachen Kinderbetreuung

Sachsens junge Väter sind echte Kümmerer. Fast 27 Prozent haben kürzlich zeitweise den Job an den Nagel gehängt, um ihre Kinder zu betreuen. Ähnlich kümmerten sich auch Väter in Bayern und Berlin.

Wiesbaden. Im Saarland war der Anteil mit 12 Prozent am niedrigsten, der Bundesdurchschnitt lag bei 21 Prozent. Das geht aus der am Dienstag in Wiesbaden veröffentlichten Übersicht des Statistischen Bundesamtes zum Elterngeld hervor, das für die Betreuung des Kinderjahrgangs 2008 gewährt wurde.

Die Statistiker ermittelten große regionale Unterschiede. Die Väterbeteiligung war im thüringischen Jena (43 Prozent) und der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam (39 Prozent) am höchsten. In Sachsen marschierten die Dresdner mit 34,5 Prozent vorweg, der geringste Wert wurde im Vogtlandkreis mit 21,8 Prozent verzeichnet. Bundesweit die Rote Laterne trug der niedersächsische Landkreis Nienburg/Weser mit 8 Prozent.

Im Schnitt bekamen die Väter im ersten Bezugsmonat mit 1131 Euro rund ein Drittel mehr als Mütter (844 Euro). Dabei zeigten die Statistiker in beiden Fällen ein deutliches Ost-West-Gefälle auf. In drei von vier westdeutschen Kreisen lag der Elterngeldanspruch der Väter bei mindestens 1100 Euro. In Ostdeutschland gab es hingegen keinen Kreis, in dem dieser Wert erreicht wurde. Zum Vergleich: In Sachsen bekamen Väter im Schnitt 948 Euro, die Spanne reichte von 824 Euro im Erzgebirgskreis bis zu 1049 in Dresden. Mütter erhielten im Schnitt 766 Euro, die Spanne reichte von 701 bis 838 Euro.

Das Elterngeld als Lohnersatz wird nach der Geburt eines Kindes bis zu 14 Monate an Mütter und Väter gezahlt, die ihre Berufstätigkeit unterbrechen oder reduzieren. Er beträgt 67 Prozent des letzten durchschnittlichen monatlichen Nettogehaltes. Die Höchstgrenze liegt bei 1800 Euro, das Minimum bei 300 Euro pro Monat. Im Juni hatte die Bundesregierung angekündigt, das Elterngeld zu kürzen. Ab einem Monats-Nettoeinkommen von 1240 Euro sollen nur 65 Prozent gezahlt werden. Für Hartz-IV-Empfänger soll die Leistung wegfallen.

dpa

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