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Sächsische CDU hält an Porzellanmuseum in Dresden fest

Sächsische CDU hält an Porzellanmuseum in Dresden fest

Die sächsische CDU hält am Umbau des Japanischen Palais in Dresden zu einem Porzellanmuseum fest. Die noch laufende Rekonstruktion des Residenzschlosses habe allerdings zeitlichen Vorrang, stellte die Partei am Mittwoch in Dresden klar.

Dresden. Das Finanzministerium hatte am Vortag offen gelassen, wann und in welcher Höhe Geld für die Sanierung und den Umbau des Barockpalais bereitsteht. Offenkundig wird das nun von der Kassenlage abhängig gemacht. Die Frage der weiteren Nutzung müsse „im Lichte der verfügbaren Mittel neu geprüft werden“, hieß es. Die Linke sprach am Mittwoch von einem „Rückzug auf Raten“.

Die CDU verwies am Mittwoch auf die Museumskonzeption vom April 2009. Danach sei ein Innenausbau des Gebäudes voraussichtlich nicht vor 2014 möglich. Daher hätten auch die Konzepte für die künftige Nutzung des Barockbaus Zeit, mit „Luftplanungen“ sei niemandem geholfen. Die frühere Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) hatte am Dienstag von einem „Porzellan-Luftschloss“ gesprochen. Es sei nicht akzeptabel, dass das Japanische Palais als Ort der Kultur weiterhin ohne eine Zukunftsperspektive bleibe. Sie warnte davor, es zum Immobilienspekulationsobjekt zu machen.

Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) hatte die Idee vom „Porzellanschloss“ im Landtagswahlkampf 2009 publik gemacht und damit selbst Museumsleute überrascht. Die schwarz-gelbe Regierung schrieb das Vorhaben dann im Koalitionsvertrag fest. „Royal verstandene Kulturpolitik“ sei in diesem Fall nicht nur bei Sachverständigen auf Kopfschütteln gestoßen, erinnerten die Linken am Mittwoch. Sie hatten auch moniert, dass allein die Expertenrunde unter Vorsitz von Ex- Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) 250 000 Euro kosten sollte.

Das Japanische Palais entstand in den Jahren 1727 bis 1737. Sachsen-Kurfürst und Polen-König August der Starke (1670-1733) hatte es als „Porzellanschloss“ konzipiert. Die von ihm gewünschte Innenausstattung wurde aber nie vollendet. Derzeit stellen dort das Landesmuseum für Vorgeschichte und das Völkerkundemuseum aus. Das Palais könnte alle 20 000 Porzellane aus den Staatlichen Kunstsammlungen aufnehmen. Aus Platzgründen sind derzeit im Zwinger nur etwa zehn Prozent des Bestandes zu sehen.

dpa

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