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Schachturnier wegen Norovirus-Erkrankungen in Magdeburg abgebrochen

Schachturnier wegen Norovirus-Erkrankungen in Magdeburg abgebrochen

Die Schach-Jugendmeisterschaften in Magdeburg sind wegen einer Viruserkrankung zahlreicher Teilnehmer abgebrochen worden. Rund 30 Kinder hätten unter Durchfall und Erbrechen gelitten, sagte der Chef des Magdeburger Gesundheitsamtes, Eike Hennig, am Montag.

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Elektronenmikroskopische Aufnahme von Noroviren

Quelle: dpa

Magdeburg. Untersuchungen hätten ergeben, dass die Kinder sich mit dem Norovirus infiziert hatten.

Er habe das Turnier mit rund 500 Jugendlichen und 200 Betreuern am Sonntag für vorzeitig beendet erklärt und die Teilnehmer gebeten, die Heimreise anzutreten. Eigentlich sollte das Turnier bis Montag dauern.

Das Gesundheitsamt war am Sonntag von der Rettungsleitstelle der Stadt eingeschaltet worden, nachdem vermehrt Durchfallerkrankungen gemeldet worden waren. Von den 30 betroffenen Kindern mussten 4 in Krankenhäusern behandelt werden, 2 davon auch über Nacht bleiben.

Die Teilnehmer seien vor der Abreise über Hygienemaßnahmen informiert worden, sagte Hennig. Noroviren sorgen für Durchfall, Erbrechen und Fieber. Die Erkrankung ist ansteckend. Nach 12 bis 24 Stunden sei das Gröbste in der Regel aber überstanden, sagte Hennig.

Die Teilnehmer waren in einem Hotel und in einer Jugendherberge untergebracht. Vorsorglich wurden auch Lebensmitteluntersuchungen eingeleitet. Eine Lebensmittelvergiftung bestätigte sich aber nicht.

Das Turnier war von der Deutschen Schachjugend organisiert worden. „Ein derartiger Meisterschaftsabbruch kam noch nie vor“, teilte der Verband mit. Über die Wertung des abgebrochenen Turniers müsse noch entschieden werden.

Der Verband stellte sich hinter die Entscheidung, das Turnier vorzeitig zu beenden. „Die Gesundheit der gesunden Kinder, der Eltern und Betreuer war zu schützen“, hieß es. Laut Hennig konnte durch das schnelle Eingreifen eine weitere Ausbreitung unter den Jugendlichen verhindert werden.

dpa

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