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Schauspieler Sodann bringt 500.000 wertvolle DDR-Bücher in Bibliothek unter

Schauspieler Sodann bringt 500.000 wertvolle DDR-Bücher in Bibliothek unter

Der Schauspieler Peter Sodann will etwa 500.000 wertvolle DDR-Bücher nach jahrelanger Sammlung seines Vereins in eine Bibliothek stellen. In der sächsischen Gemeinde Stauchitz bei Meißen ist neun Monate nach seinem „Kulturnotruf“ im Internet nach Vereinsangaben eine geeignete Bleibe gefunden worden.

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Der ehemalige Tatort-Kommissar Peter Sodann und Gründer der Peter Sodann Bibliothek, in einer Turnhalle in Merseburg vor mit Büchern gefüllten Bananenkisten. (Archivfoto vom 01.08.2008)

Quelle: dpa

Merseburg/Stauchitz. Die Literaturwerke lagern bislang in Umzugskisten in einer zugigen Turnhalle in Merseburg. Auf Sodanns Drängen sollen die Bücher künftig in Stauchitz stehen, wenn die Mitglieder des Vereins Peter-Sodann- Bibliothek bei ihrer Sitzung am Freitag zustimmen.

Der frühere „Tatort“-Kommissar hatte im Internetportal YouTube den „Kulturnotruf“ gestartet. „Bücher gehören nicht weggeschmissen“, sagte Sodann. Nach der Wiedervereinigung seien „sehr viele Bibliotheken einfach glatt vernichtet“ worden. Der Verein erhält die Bücher nach eigenen Angaben aus Bibliotheksauflösungen und von privaten Spendern. Einen weiteren Winter würden sie dort nicht überstehen.

In Merseburgs Stadtverwaltung stoßen die Umzugspläne auf Widerstand. „Der Fall ist sehr kompliziert“, sagte eine Sprecherin im Kulturbüro. „Der Oberbürgermeister hat sich die Sache schon auf den Tisch geholt.“ OB Jens Bühligen (CDU) sei diese Woche aber im Urlaub und Vertreter des Vereins von Sodann nicht zu erreichen.

Die Turnhalle einer Grundschule sei in einem schlechten Zustand und für die Lagerung der Bücher völlig ungeeignet, sagte der zweite Vereinsvorsitzende Jan Skrzypkowski auf dpa-Anfrage. „Eingeworfene Fenster wurden nur notdürftig mit Pappe abgedeckt und es gibt keine Heizung.“ Ein-Euro-Jobber hatten dort Druckwerke katalogisiert, die laut Sodann „über oder unter dem Ladentisch“ in der DDR verkauft wurden. Die Stadt überließ die Räume dem Verein mietfrei.

Mit Stadt und Hochschule in der Saalestadt seien im vergangenen März ergebnislos nach Alternativen gesucht worden, sagte Skrzypkowski weiter. Daraufhin sei auch die Katalogisierung durch die Aushilfen beendet worden. Rund 138.000 Werke hatten sie erfasst. Viele Umzugskartons wurden noch nicht geöffnet.

Die Gemeinde Stauchitz gab bereits grünes Licht für den Einzug, sagte Amtsleiter Dirk Zschoke nach einem Bericht der „Sächsischen Zeitung“ am Montag. Mit EU-Geldern soll im Gemeindeteil Staucha das Dachgeschoss der Markthalle zu einem Bücherparadies ausgebaut werden. Die „Präsenzbibliothek“ soll öffentlich zugänglich sein und Literatur „made in GDR“ vor dem Papiercontainer und dem Vergessen bewahren.

dpa

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